Bänder der Verbundenheit aus Augustdorf reisen ins Ausland

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Oberstabsfeldwebel Oliver M., Eva Soyer, Richard Ebbens und Hauptbootsmann Daniel S. (von links) vom Augustdorfer Familienbetreuungszentrum präsentieren stolz die „Bänder der Verbundenheit“. - © Bundeswehr/Nicolai Ulbrich
Oberstabsfeldwebel Oliver M., Eva Soyer, Richard Ebbens und Hauptbootsmann Daniel S. (von links) vom Augustdorfer Familienbetreuungszentrum präsentieren stolz die „Bänder der Verbundenheit“. (© Bundeswehr/Nicolai Ulbrich)

Augustdorf. Seit rund drei Jahrzehnten stellt die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ regelmäßig Kontingente für Auslandseinsätze und einsatzgleiche Verpflichtungen der Bundeswehr. Aktuell nehmen laut einer Pressemitteiung der Bundeswehr rund 650 Soldaten an der Nato-Mission in Litauen teil.

Zur Absicherung der Ostflanke des Verteidigungsbündnisses stellt das Panzerbataillon 203 seit Mai dieses Jahres den Leitverband für den multinationalen Gefechtsverband in dem baltischen Gastgeberland.

"Aber auch in Mali, im Kosovo und weiteren Ländern sind die Soldaten aus Ostwestfalen im Einsatz. Was alle Einsatzkräfte unabhängig von Ort und Auftrag aber einen dürfte, ist die Sehnsucht nach den Liebsten daheim, nach den Angehörigen und Freunden", teilt die Bundeswehr weiter mit.

Langjährige Tradition hat Bestand

Trotz der Kommunikation über Internet und Smartphones habe eine langjährige Tradition nach wie vor Bestand: die „Bänder der Verbundenheit“. Diese werden von den Familienbetreuungszentren an den Standorten in ganz Deutschland in die Einsatzländer geschickt und sorgen immer für große Freude unter den Soldaten.

Der Leiter des Familienbetreuungszentrums (FBZ) in Augustdorf, Oberstabsfeldwebel Oliver M. erklärt: „Die Bänder-Aktion wurde bewusst in die Halbzeit des Missionsauftrages in Litauen gelegt." Das zeige den Soldaten fern der Heimat: "Wir sind bei euch."

Und im Gegensatz zu Whatsapp, Facebook und Co., seien die Bänder mit Sprüchen, Wünschen und Grüßen etwas „Echtes“. Zumal die gelben Spruchbänder inzwischen mittels Drucker, spezieller Transferpresse und Technik durch das FBZ selbst hergestellt und individuell durch die Angehörigen gestaltet werden können. Da verwundere es nicht, dass sich mehr als 100 Angehörige und Freunde, aber auch Einzelpersonen an der aktuellen Aktion des FBZ beteiligt haben, um die gelben Bänder mit ihren liebevollen Botschaften aus der Heimat zu versehen.

Lange Reise rund um den Globus

Im Einsatzland angekommen, werden die Bänder einen Platz in der Betreuungseinrichtung oder in den Unterkunftsbereichen der Augustdorfer Soldatinnen und Soldaten finden. Über 40 Meter messen die gelben Grußbänder, die nun ihre lange Reise aus dem Lipperland in die Einsatzgebiete rund um den Globus antreten.

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