Bergkirchen. Mit schmetternden Klängen von Tomaso Albino hat der Posaunenchor unter Leitung von Kantor Rainer Begemann das Gesang- und Posaunenfest zu Himmelfahrt eröffnet, zu dem zahlreiche Gäste in die Bergkirche kamen. Nach der Begrüßung von Pfarrerin Cornelia Wentz erfreuten rund 20 Bläser mit einem dynamisch differenzierten Allegro aus der Feder des Italieners Giuseppe Sammartini. Die Choralpartita über den Choral „Liebster Jesu, wir sind hier“ von Friedrich Veil (*1984) musizierten die Bläser im Wechsel mit der Gemeinde, die Kantor Begemann am Klavier begleitete, da die Organistin kurzfristig ausfiel. Der Posaunenchor intonierte auch beeindruckende Choralvorspiele und begleitete Gemeindelieder im Wechsel mit dem Klavier. Bei der jazzig angehauchten Bearbeitung des Spirituals „Hes got the whole world in his hand“ von Ralf Grössler sorgte die Tuba für den richtigen Groove. Bedürfnis, gehört zu werden Die Aufforderung aus Psalm 47 „Jauchzet Gott mit fröhlichem Schall“ setzte sich fort im Jubel des Schlusschores der Bachkantate „Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten“ BWV 207a, die die Choristen der Kantorei aufmunternd zu Gehör brachte. Der Schlusschor des „Oratorio de Noël“ des Franzosen Camille Saint-Saëns erfreute im zartesten Stimmklang, während der Chorsatz „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ voller Pathos daherkam. Das „Jubilate Deo“ von Colin Mawby (*1936) erklang im hellen Stimmklang. Der Chorsatz „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ aus dem Oratorium „Elias“ op. 70 von Felix Mendelssohn erklang im gelungen Wechsel der Männer- und Frauenstimmen. In der Predigt ging Prädikant Robin Wagener auf das Bedürfnis jeden Menschen ein, gesehen, beachtet und gehört zu werden. Die sozialen Medien böten heute ein virtuelles Forum der Selbstdarstellung. „Nicht gesehen zu werden“ sei in allen Generationen schrecklich. Die Gäste konnten sich im Anschluss bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus stärken. Am Sonntag 4. Juni, 16.30 Uhr startet die Reihe „Musik für Spaziergänger“ mit „Brahms trifft auf Folk“.