Barntrup. Die Zwangsversteigerung des ehemaligen Gasthauses „Zum Schwan“ in der Mittelstraße ist geplatzt. Der Termin vor dem Amtsgericht Blomberg wurde aufgehoben, so dass kein Bieter ein Gebot abgeben konnte. Pech für die Stadt Barntrup: Bürgermeister Borris Ortmeier hatte erwogen, für die Stadt mitzubieten, um so gegen den weiteren Verfall vorzugehen. Denn: Viele Barntruper sehen das leerstehende Gebäude gegenüber dem Rathaus als Schrottimmobilie. Hätte es eine Zwangsversteigerung gegeben und hätte die Stadt den Zuschlag bekommen, hätte sie nach Ortmeiers Worten alle Möglichkeiten geprüft, wie mit der Immobilie umgegangen werden kann. Der „Schwan“ galt als ältestes Gasthaus der Stadt. Antrag zurückgezogen Denn die Stadt möchte, dass sich dort etwas tut. Hintergrund sind die Bemühungen von Verwaltung und Rat, gegen Schrottimmobilien im Stadtgebiet vorzugehen, wie beispielsweise bei der alten Zigarrenfabrik in Alverdissen. Hier war es der Stadt gelungen, mit dem Instrument des kommunalen Vorkaufsrechts Eigentümer zu werden. Im Fall des „Schwans“ hatte der Antragsteller, der die Zwangsversteigerung betrieben hatte, das Verfahren vor dem vorgesehenen Termin beendet und seinen Antrag zurückgezogen, wie Amtsgerichtsdirektor Viktor Friesen auf LZ-Anfrage erläutert. Die Stadt will aber nicht klein beigeben: „Wir prüfen nun, ob wir die Zwangsversteigerung selbst betreiben können“, sagt Ortmeier. Zu Details will er sich nicht äußern.