Burghotel Blomberg: Landesverband führt Gespräche mit weiteren Interessenten

Niklas Böhmer

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- © Landesverband Lippe
Das Burghotel Blomberg (© Landesverband Lippe)

Blomberg. Was wird aus der Burg Blomberg? Ob sie weiterhin als Hotelkomplex mit Restaurant fortbestehen wird, ist nach der vorläufigen Kündigung der RIMC-Hotelgruppe ungewiss. Wie der Landesverband mitteilt, habe man sich in der jüngsten Sitzung auf einen Vorratsbeschluss geeignet. Dieser ermächtigt die Immobilienabteilung fortan, für Interessenten, die die Burg Blomberg künftig nutzen und mit dem Landesverband Lippe als Gebäudeeigentümer weiter betreiben wollen, ein Erbbaurechtsvertrag zu bestellen, oder aber die Burg Blomberg an potenzielle Interessenten zu verkaufen.

„Dass unsere aktuelle Pächterin, die RIMC-Hotelgruppe, den Pachtvertrag zum 31. Dezember gekündigt hat, ist bekannt", wird Arne Brand, Allgemeiner Vertreter der Verbandsvorsteherin und Leiter der Immobilienabteilung, in der Pressemitteilung zitiert. „Derzeit sind wir mit der RIMC-Hotelgruppe über die Fortführung des Pachtverhältnisses im Gespräch, wir führen aber auch Gespräche mit anderen Interessenten über die Burg Blomberg. Mit diesem Vorratsbeschluss schaffen wir die Voraussetzung, um offen in all diese Gespräche zu gehen und Interessierten verschiedene Lösungen für die Umsetzung ihrer Pläne mit der Burg Blomberg in Aussicht stellen zu können."

Information

Übernachtungen seit 1971 möglich

Die Burg Blomberg wurde zwischen 1231 und 1255 durch den Edelherren Bernhard III zur Lippe gegründet. Drei Jahrhunderte lang galt sie als bevorzugte Residenz der Edelherren zur Lippe. 1962 erwarb die Stadt Blomberg die Burg aus dem Privatbesitz des Fürstenhauses. Um das wertvolle Kulturdenkmal der Allgemeinheit zugänglich zu machen, übernahm der Landesverband Lippe 1971 die Burg und baute sie zu einem Hotelkomplex mit Restaurant aus. Der Hauptbau als Dreiflügelanlage um einen Innenhof besteht aus Südflügel (15.Jh.), Ostflügel(1560/61), Nordflügel (1567) sowie Marstall (18. Jh.) und wurde am 4. Juni 1984 in die Denkmalliste der Stadt Blomberg eingetragen.

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