Detmold. Bei klirrender Kälte und eisigem Wind konnte das Team vom Tierheim Detmold drei etwa vier Monate alte Kätzchen aus einer verwilderten Population in Blomberg bergen. „Die Kleinen waren nicht nur ausgehungert, sondern auch unterkühlt, ihre Augen entzündet“, schreibt das Tierheim in einer Pressemitteilung.
Auf der Quarantänestation des Tierheims werden Megan, Linnie und Kevin jetzt tiermedizinisch versorgt und müssen sich erst einmal erholen. Anschließend dürfen die drei Findelkinder in eines der Katzenzimmer umziehen. Dann werde sich zeigen, ob es gelingt, den Wildlingen mit viel Geduld und liebevoller Zuwendung ihre Scheu und ihr Misstrauen zu nehmen. „Dabei stehen dem Team des Detmolder Tierheim viele engagierte ehrenamtliche Katzenstreichlerinnen und Katzenstreichler zur Seite.“
Zwar werden sich Megan, Linnie und Kevin vermutlich nicht zu sanften Schmusekatzen entwickeln, aber sie dürfen menschliche Nähe erfahren und haben vielleicht die Chance auf ein freies, aber versorgtes Leben als Hofkatzen auf einem ländlichen Anwesen oder einem Bauernhof. „Wie alle Katzen des Tierheims werden Megan, Linnie und Kevin vor Abgabe geimpft, gechipt und kastriert, aktuell stehen sie noch nicht zur Vermittlung“, schreibt das Tierheim.
Um eine Vermehrung und damit weiteres Katzenelend zu verhindern, sollen auch die verbliebenen Katzen und Kater aus dem Blomberger Brennpunkt gesichert, kastriert und dann wieder in die Freiheit und ihr gewohntes Revier entlassen werden. „Dem Tierheim-Team steht damit erneut ein zeitintensiver Einsatz bevor, der sich nicht an Dienstzeiten hält und auch mit hohen Kosten verbunden ist. Spenden sind willkommen“, heißt es abschließend.