Beraterin aus Horn klärt Fragen rund um das Familienleben

Michaela Weiße

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Familienbegleiterin Gabriele Heinowski (vorne), Projektkoordinatorin Doris Hampel (rechts) und Tanja Markmann, Leiterin des Familienzentrums "Moorstrolche", freuen sich, dass mit dem Projekt "Familienbegleitung im Elementarbereich" Familien schnell und einfach einen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen finden. - © Michaela Weiße
Familienbegleiterin Gabriele Heinowski (vorne), Projektkoordinatorin Doris Hampel (rechts) und Tanja Markmann, Leiterin des Familienzentrums "Moorstrolche", freuen sich, dass mit dem Projekt "Familienbegleitung im Elementarbereich" Familien schnell und einfach einen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen finden. (© Michaela Weiße)

Horn-Bad Meinberg. „Manchmal ist das Problem schon mit einem Anruf gelöst", sagt Gabriele Heinowski. Wenn es sich lediglich um ein Verständnisproblem zwischen den Eltern und dem Amt handelt zum Beispiel. Die 56-Jährige kann als Vermittlerin schnell und einfach helfen. Aber auch bei weiteren Herausforderungen rund um das Familienleben steht Gabriele Heinowski den Eltern des Familienzentrums Moorstrolche in Horn beratend zur Seite. Sie ist dort als Familienbegleiterin im Einsatz.

Der Kreis Lippe hat ein breites Angebot an frühen Hilfen. Dazu zählt auch die sogenannte „Familienbegleitung im Elementarbereich". Das Projekt ist in diesem Jahr an den Start gegangen und hat das Ziel, Familien und Kindern frühzeitig Hilfen an die Hand zu geben, um Herausforderungen leichter zu meistern, wie Projektkoordinatorin Doris Hampel erklärt. Aktuell engagieren sich lippeweit fünf Familienbegleiterinnen in fünf Familienzentren. Um sich bei den Eltern der „Moorstrolche" bekannt zu machen, hatte Gabriele Heinowski nach den Osterferien einen kleinen Stand mit Flyern zu ihrem niederschwelligen Beratungsangebot vor der Einrichtung aufgebaut und erste Gespräche geführt.

Zur Verschwiegenheit verpflichtet

Bei Fragen zu finanziellen Leistungen für Familien, Gesundheitsförderung der Kinder, Bildungswegen, Erziehung und weiteren Themen zum Familienleben können sich Interessierte an die Familienbegleiterin wenden. Gabriele Heinowski, selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern, hat in einer Fortbildung einen umfassenden Einblick in das Hilfsangebot des Kreises erhalten. So weiß sie, wie sie den Familien helfen oder an welche passenden Anlaufstellen sie sie vermitteln kann. Doris Hampel weist darauf hin, dass die Begleiterin zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

„Wir haben viele Familien mit Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen", berichtet Tanja Markmann, Leiterin des Zentrums. Ein Beispiel sei die Bearbeitung von Anträgen. „Das können wir personell nicht leisten", erklärt die 50-Jährige, die sich freut, dass es mit Gabriele Heinowski nun eine Ansprechpartnerin direkt vor Ort gibt. Und auch die Eltern seien dankbar, weiß sie.

Das Angebot wurde bereits gut genutzt, wie Gabriele Heinowski berichtet. So konnte sie Familien etwa bei der Wohnungssuche unterstützen, Förderunterricht vermitteln oder beim Ausfüllen von Formularen helfen. Wichtig sei ihr dabei die Hilfe zur Selbsthilfe, sagt sie. So füllt sie beispielsweise nicht einfach den Antrag für die Familie aus, sondern leitet sie Schritt für Schritt an. „Irgendwann können sie es dann selbst", verdeutlicht sie das Ziel.

Regelmäßige Sprechstunden sind geplant

Gabriele Heinowski bereite die Arbeit sehr viel Freude, sagt sie. Schon als sie die Stellenausschreibung für diese Nebentätigkeit gesehen hatte, sei ihr sofort klar gewesen: „Das ist genau das Richtige für mich." Die Unterstützung von Familien liegt der Detmolderin sehr am Herzen. So ist sie etwa auch als Schulbegleiterin an der Sekundarschule in Horn im Einsatz.

Sobald es die Corona-Pandemie wieder zulässt, sollen bei den „Moorstrolchen" regelmäßige Sprechstunden angeboten werden. Aktuell nehmen die Familien telefonisch Kontakt mit der Familienbegleiterin auf. Gabriele Heinowski besucht diese auch Zuhause, wenn es gewünscht ist.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von „Kinderstark - NRW schafft Chancen".

Der Kreis Lippe sucht noch weitere Menschen, die sich zum Familienbegleiter fortbilden lassen wollen. Auch Einrichtungen, die Interesse an dem Beratungsangebot haben, können mit Doris Hampel per E-Mail an d.hampel@kreis-lippe.de oder telefonisch unter 05231-62-4271 Kontakt aufnehmen.

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