Mehr als ein Drittel der Unternehmen in Lippe hat Kurzarbeit angemeldet

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Stühle hoch: Kaum eine Branche ist so stark von den Corona-Einschränkungen betroffen wie die Gastronomie und Hotellerie. Die Gewerkschaft NGG fordert Hygienepläne und Gefährdungsbeurteilungen, bevor Lokale wieder öffnen.

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Bildunterzeile Stühle hoch: Kaum eine Branche ist so stark von den Corona-Einschränkungen betroffen wie die Gastronomie und Hotellerie. Die Gewerkschaft NGG fordert Hygienepläne und Gefährdungsbeurteilungen, bevor Lokale wieder öffnen. Foto (alle Rechte frei): NGG (© Foto (alle Rechte frei): NGG)

Kreis Lippe. Mit Kurzarbeit durch die Krise: Im Kreis Lippe hat seit Beginn der Coronavirus-Pandemie mehr als ein Drittel aller Unternehmen (34 Prozent) Kurzarbeit angemeldet. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit.

Die NGG beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach haben bis Ende April 2765 der insgesamt 8128 Betriebe im Kreis Kurzarbeitergeld bei der BA beantragt, schreibt die Gewerkschaft. Zum Vergleich: Zu Beginn der Corona-Krise im März waren es noch 355 Firmen. Armin Wiese, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn, spricht von einer „Erschütterung auf dem heimischen Arbeitsmarkt".

Gaststätten kämpfen ums Überleben

Besonders betroffen sei das Gastgewerbe. „Gerade kleinere Hotels und Gaststätten kämpfen ums Überleben. Für die Beschäftigten kommt die beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes zu spät", sagt Wiese. So steige das Lohnausfallgeld erst nach sieben Monaten Kurzarbeit auf 80 Prozent (Eltern: 87 Prozent) des Netto-Einkommens. Für Köchinnen, Kellner und Hotelangestellte sei das eine enorme Durststrecke.

Umso wichtiger sei nun, eine Perspektive für die langsame Wiederbelebung des Gastgewerbes zu finden – „vorausgesetzt, der Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Gäste ist sichergestellt".

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