Erster Omikron-Fall in Lippe

Astrid Sewing

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Dem Virus auf der Spur: Auch in Lippe wurde jetzt ein Fall der neuen Corona-Variante Omikron entdeckt.  - © Michael Buchholzer/KEYSTONE/dpa
Dem Virus auf der Spur: Auch in Lippe wurde jetzt ein Fall der neuen Corona-Variante Omikron entdeckt.  (© Michael Buchholzer/KEYSTONE/dpa)

Kreis Lippe. Lippe hat den ersten bestätigten Omikron-Fall. Ein Lipper war am 3. Dezember aus Südafrika zurück gekommen und hatte sich sofort in häusliche Quarantäne begeben. Gestern bestätigte das Labor Krone, dass er sich mit der Virus-Mutante Omikron infiziert hatte. Im Kreisausschuss stellte Landrat Dr. Axel Lehmann gestern den Sachstand zur Pandemie in Lippe vor. Es gab Erfreuliches zu berichten, aber auch einiges, was sehr bedenklich ist.

Die Virusvariante Omikron (B.1.1.529) war mit einem PCR-Test bei dem Reisenden nachgewiesen worden. Kontakt zu anderen habe er nicht gehabt, sagte der Landrat. Das Gesundheitsamt des Kreises Lippe bleibe im Austausch mit dem Infizierten. Die häusliche Quarantäne sehe das Robert-Koch-Institut ohnehin für Reiserückkehrer aus Südafrika vor.

Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt 

Die Infektionszahlen stiegen im Kreis Lippe derzeit deutlich, pro Tag gebe es im Schnitt 200 neue Fälle. „Wenn jeder, was nicht ungewöhnlich ist, 50 Kontakte hat, dann müssten 10.000 Kontaktnachverfolgungen gemacht werden – das ist nicht zu leisten. Deshalb haben wir das anders geregelt. Infizierte informieren ihre Kontakte selbst. Nur bei besonders gefährdeten Gruppen übernimmt das das Gesundheitsamt", sagte Lehmann. Insgesamt sei man bei der Kontaktnachverfolgung bei einigen hundert Fällen im Rückstand. 17 Soldaten der Bundeswehr unterstützen bereits, weitere Hilfe sei angefordert worden.

Als erfreulich bezeichnete der lippische Landrat den Erfolg der Impfaktionen im Kreis Lippe. Seit Freitag, 3. Dezember, haben sich 4594 Menschen bei den mobilen und stationären Impfstellen des Kreises Lippe gegen das Coronavirus impfen lassen, darunter 3866 Auffrischungsimpfungen, 493 Erstimpfungen und 235 Zweitimpfungen.

Lage im Klinikum ist ernst 

„Der Anteil der Erstimpfungen liegt um die 15 Prozent." Viele bieten die Möglichkeit zur Impfung an – auch ohne Termin. Die Johanniter Lippe-Höxter zum Beispiel stehen am Donnerstag, 9. Dezember, von 15 bis 19 Uhr in der Regionalgeschäftsstelle Am Diestelbach 5-7 in Blomberg bereit. Das Impfen sei enorm wichtig für alle.

Als „sehr ernst" bezeichnete der Landrat unterdessen die Situation im Klinikum. Dort gebe es immer mehr Covid-Patienten. Aktuell seien es elf, die auf den Intensivstationen beatmet werden müssen. Insgesamt seien es mehr als 70, die derzeit im Klinikum behandelt werden.

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