Reh in Lage verfängt sich in Zaun

Carolin Brokmann-Förster

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Rehkitz Sissi hatte Glück und wird aufgepäppelt. - © Archivbild: Katrin Kantelberg
Rehkitz Sissi hatte Glück und wird aufgepäppelt. (© Archivbild: Katrin Kantelberg)

Lage-Müssen/Billinghausen. Es ist ein Einsatz ohne Happy End gewesen: Am Donnerstagabend hatte sich ein Reh in den Streben eines Zaunes an der Straße „Im Heidland" verfangen, die Lagenser Feuerwehr wurde informiert, ebenso der zuständige Jagdpächter Markus Erfkamp. Doch das schwer verletzte Tier steckte fest und musste mit einem gezielten Schuss erlöst werden.

„Das Reh ist wohl von einem Anwohner und seinem Hund unbeabsichtigt aufgeschreckt worden und geflüchtet", erklärt Erfkamp. Doch der massive Gitterzaun stand im Weg. Es blieb mit dem Körper zwischen den Gitterstäben stecken und verletzte sich schwer: ein Hinterlauf war laut Erfkamp komplett im Gelenk gebrochen, der andere angebrochen, so dass das Tier nur noch erlöst werden konnte.

Sein Appell: Besitzer sollen auf ihre Hunde aufpassen und sie auf Feld und im Wald nicht ableinen, „schließlich steckt in jedem Hund der Jagdinstinkt drin". Auch, wenn es in diesem Fall nicht von einem Hund gejagt wurde, passiere es immer häufiger, dass Rehe von Hunden gerissen oder in Zäune getrieben werden.

Doch manch ein Kitz hat Glück im Unglück: Sissi hatte seine Mutter verloren und musste von der Lemgoer Feuerwehr aus einem leeren Klärbecken in Wahmbeck gerettet werden. Jäger Ingo Rhiemeier hatte das verunglückte Baby-Reh daraufhin in seine Obhut genommen.

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