Lage. Zum zweiten Mal wurde die Unterführung unter der Hochbrücke in Lage zur Street-Art-Gallery. Nachdem im letzten Jahr Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Lage ihre Streetart an die Wände gesprüht hatten, waren nun die Albert-Schweitzer-Schüler an der Reihe. Hilfe erhielten sie von der Rapschool NRW, die pädagogische Arbeit mit Hip Hop verbindet.
„Bevor es aber in der Unterführung losgehen konnte, mussten die Jugendlichen erst einmal lernen, wie man eine Sprühdose richtig bedient und mit welchen Techniken Bilder an den Wänden entstehen. Neben etwas Theorie wurden dazu Holzplatten genutzt, auf denen die jungen Künstlerinnen und Künstler zur Übung eigene Motive aufbringen konnten“, schreibt die Gesellschaft Lippe Bildung in einer Pressemitteilung.
Vorbereitung mit speziellen Maschinen
Die Vorbehandlung der Holzplatten haben die Schülerinnen und Schüler im neuen Forum des Unternehmens Plantag Coatings vorbehandelt. „Mit Spezialmaschinen wurden die Platten erst geschliffen und dann lackiert, um eine ebene und für Lack haftbare Oberfläche zu erhalten.“
Zudem habe die Gruppe einen Einblick in die Produktion erhalten und sei über die Ausbildungsberufe bei dem Detmolder Unternehmen informiert worden. „Schon zum wiederholten Male haben wir die Rapschool bei diesem tollen Projekt unterstützt. Auch in unserem neuen Technikum waren wieder viele begeisterungsfähige und kreative junge Menschen dabei. Und die Ergebnisse können sich wie immer sehen lassen“, wird Jörg Pohlmann von Plantag Coatings zitiert.
Dann ging es an die Wand. Unter Anleitung der Profis von Rapschool NRW wurden die Motive Sprühdose an die Wand gesprüht, bis das Gesamtwerk fertig war. Daniel Schneider, Leiter der Rapschool NRW: „Besonders wertvoll waren die zahlreichen positiven Kommentare der Passanten. Es wurde applaudiert, ganz viel Lob ausgesprochen und sogar getanzt. Das ist eine besondere Motivation für alle Beteiligten.“
Es geht weiter
Es sei bereits das zweite Mal, dass die Stadt eine solche Fläche zur Verfügung stelle und es gehe noch weiter, heißt es in der Mitteilung. „Die Graffitiprojekte sind einzigartig und immer wieder eine tolle Kombination aus Kunst und Mint-Berufsorientierung“, wird Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum Lippe.Mint zitiert.
Das Projekt „StreetArt meets Mint-Production“ wurde mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.