Lemgoer Grüne wollen Katharina Kleine Vennekate ins Rennen schicken

Till Brand

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Katharina Kleine Vennekate will antreten. - © Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Lemgo
Katharina Kleine Vennekate will antreten. (© Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Lemgo)

Lemgo. Der Grünen-Vorstand legt sich auf eine Wunschkandidatin für die Wahl zum Bürgermeister fest: Er möchte mit Dr. Katharina Kleine Vennekate (58) die Pfarrerin der Evangelischen Studierenden-Gemeinde an den Hochschulen Detmold und Lemgo ins Rennen schicken.

Wenn die beiden Nominierungen an der Basis durchgehen, träten – Stand heute – der parteilose Baudirektor Markus Baier für die CDU und Katharina Kleine Vennekate an. Bürgermeister Dr. Reiner Austermann hat unlängst seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit verkündet - er will nach 21 Jahren aufhören. Die SPD will bald ebenfalls einen Kandidaten benennen.

Der Vorstand habe Kleine Vennekate einstimmig nominiert, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen. „Nach der erfolgreichen Europawahl wollen wir in der Kommunalpolitik mehr Verantwortung übernehmen", sagt Grünen-Sprecher Oliver Drexhage.

Ihr Ziel ist die Entwicklung Lemgos zur klimaneutralen Stadt

Kleine Vennekate wolle mit dem Leitspruch „Beherzt für Lemgo" antreten. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit seien die Herausforderungen der Zeit – „auch bei uns". Konkret lägen Kleine Vennekate die Entwicklung Lemgos zur klimaneutralen Stadt, die Teilhabe aller und eine lebendige Demokratie am Herzen.

Die 58-jährige Lemgoerin ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und einen Pflegesohn. Die promovierte Theologin und Diplom-Sozialpädagogin arbeitet als Pfarrerin für die Studierenden-Gemeinde. Im Februar nehme Kleine Vennekate eine vierwöchige Lehrtätigkeit in Ruanda im Auftrag der Landeskirche an der University of Rwanda wahr.

Lemgo soll attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben

Tolerantes Miteinander, kulturelle Vielfalt und Austausch schafften denn auch eine starke Gemeinschaft, die offen ist für Veränderung und Gutes bewahrt. Die Innovationskraft des Campus könne wichtige Impulse setzen – daher unterstütze sie die Beziehung zwischen Hochschule und Stadt und sehe die Chance, Lemgo so als attraktiven Wirtschaftsstandort zu erhalten.

Die Grünen-Chefs Oliver Drexhage und Tanja Kersting sehen in Kleine Vennekate eine „Kandidatin, die glaubhaft für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit sowie ein tolerantes, offenes Lemgo eintritt." Fraktionschef Dr. Burkhard Pohl: „Privat wie beruflich steht sie für nachhaltige Entwicklung und Bildung, Solidarität und Völkerverständigung."

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