Eine Lemgoer Powerfrau geht

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Chef und Freund: Ina Meise-Laukamp mit Geschäftsführer Udo Zippel. - © Stiftung Eben Ezer
Chef und Freund: Ina Meise-Laukamp mit Geschäftsführer Udo Zippel. (© Stiftung Eben Ezer)

Lemgo. Eine Powerfrau geht in den Ruhestand: Eine Ausbildung und langjährige Tätigkeit in der Lemgoer Verwaltung stand am Anfang ihres Berufsweges, dann saß sie mehrere Jahre für die SPD im NRW-Landtag. Nachdem Ina Meise-Laukamp erste Erfahrungen in der Gastronomie mit dem eigenen "Café Klatsch" in der Breiten Straße gesammelt hatte, trat der Vorstand der Stiftung Eben Ezer im Jahr 2010 mit der Anfrage an sie heran, ob sie nicht das neu eröffnete Café Vielfalt in Lemgos Mittelstraße übernehmen wolle.

Die Lemgoer hatten sich jahrelang auf die Neueröffnung des aufwendig restaurierten, historischen Gebäudes gefreut und überschütteten die kommissarische Leitung mit Anfragen und Aufträgen. Es musste also schnell ein kompetenter und belastbarer Allrounder gefunden werden, der hier Verantwortung übernahm. Powerfrau Ina Meise-Laukamp nahm die Herausforderung an und "rettete damit das Café Vielfalt", sagte Geschäftsführer Udo Zippel im Rahmen der kleinen Feier zur Verabschiedung, die hinter dem Café in der Kunstscheune stattfand.

"Arbeitsvertrag mehr als erfüllt"

Backen, Managen, Anleiten, Veranstaltungen und Feste organisieren, neue Geschäftsfelder erschließen, und sowohl im gesellschaftlichen Leben Lemgos als auch bei gastronomisch übergreifenden Events mitgestalten: Ina Meise-Laukamp hat es unter einen Hut bekommen. "Du hast einen Einsatz bewiesen, der sich an Anforderungen und Visionen orientierte und nicht an einem Acht-Stundentag. Du hast deinen Arbeitsvertrag mehr als erfüllt", sagte Udo Zippel. Neun Jahre lang leitete Ina Meise-Laukamp das Café, dann wechselte sie als Projektmanagerin mit dem Schwerpunkt Gastronomie den Arbeitsbereich und sorgte unter anderem als Protokollchefin dafür, dass der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Herbst 2019 reibungslos ablief.

Nach einer Phase der - coronabedingten - Kurzarbeit war ihre letzte berufliche Aufgabe, Flüchtlinge aus der Ukraine beim Ankommen in der deutschen Bürokratie zu unterstützen. Dass man eine solch trockene Aufgabe auch mit viel Herz managen kann, hat sie dabei bewiesen. Die Kontakte werden sicher nicht abreißen. Zur Verabschiedung von Ina Meise-Laukamp waren zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, Familie und Freunde gekommen.

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