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Wohnraum

Lemgo setzt Maßstäbe beim sozialen Wohnungsbau

Lemgo setzt beim sozialen Wohnungsbau Maßstäbe. © Symbolbild: Pixabay

Lemgo. Wer Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein hat, kann damit besonders günstigen Wohnraum mieten. Die Chance, auf der Suche nach diesem Wohnraum fündig zu werden, ist in Lemgo kreisweit am größten. Bei der jüngsten Erhebung hatte die Alte Hansestadt die beste Quote der 16 lippischen Städte. Für Bürgermeister Markus Baier ist das Ansporn, den Bestand an gefördertem Wohnraum zu stärken.

In Lemgo kommen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 33 Mietobjekte, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden und für Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen, teilt die Alte Hansestadt in einer Mitteilung mit. Damit steht Lemgo auf dem ersten Platz in Lippe. Lemgos Bürgermeister Markus Baier freut sich darüber, blickt aber auch in die Zukunft.

Bezahlbarer Wohnraum

„Der Bedarf an preisgebundenem Wohnraum steigt. Deswegen ist es zwar toll, dass wir derzeit die meisten Sozialwohnungen pro Kopf lippeweit haben, aber wir müssen dran bleiben, damit das zukünftig noch mehr werden“, wird Bürgermeister Markus Baier zitiert. „Das berücksichtigen wir einerseits bei der Planung von neuen Baugebieten, aber das ist auch etwas, worum es uns bei unserer beschlossenen Genossenschaft geht.“

Bei Baugebieten in Lemgo werden gezielt Flächen für sozialen Wohnungsbau reserviert, beispielsweise im Fall des Baugebiets am Lehnsland werden 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Fläche dafür genutzt. Die vom Rat der Stadt bereits beschlossene Genossenschaft solle nicht nur allgemein den Wohnbau angehen, sondern gezielt auch bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Auch bei Grundstücksverkäufen aus städtischer Hand wird sozialer Wohnraum indirekt berücksichtigt. Bei den Verkäufen greift die Vergaberichtlinie, die unter anderem geringere Preise für entsprechende Einkommens- und Vermögensgrenzen vorsieht, aber auch weitere Faktoren berücksichtigt wie die Zahl der Kinder, pflegebedürftige Haushaltsangehörige oder ob durch den Erwerb von Eigentum sozialer Wohnraum frei wird.

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