Rote Hundekotbeutel schrecken achtlose Herrchen ab

Thomas Dohna

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Rote Beutel: Wenn die Bauhofmitarbeiter Lothar Rottschäfer (links) und Christian Rentz mit einem Freischneider über einen gefüllten Beutel fahren, fliegt ihnen der Hundekot ins Gesicht. - © Thomas Dohna
Rote Beutel: Wenn die Bauhofmitarbeiter Lothar Rottschäfer (links) und Christian Rentz mit einem Freischneider über einen gefüllten Beutel fahren, fliegt ihnen der Hundekot ins Gesicht. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Die Hundebesitzerin greift in ihre Rückentasche. Klar hat sie die roten Hundekotbeutel dabei. Zieht und zeigt einen Beutel, mit dem sie im Fall des Falles die Hinterlassenschaften ihres Hundes aufsammelt. „So soll es sein", stellt Andreas Glatthor fest. Der Leiter des Bauhofes der Gemeinde Leopoldshöhe hatte im März die Farbe der Hundekotbeutel von dunkelgrau auf rot verändert. Der Erfolg ist sichtbar.

Immer wieder hatten die Bauhofarbeiter verschlossene graue Beutel in den Gebüschen an den Straßen- und Wegerändern im Gemeindegebiet gefunden. Glatthor fand, es sei nicht Sinn der Sache, den Kot mit dem Beutel aufzunehmen und diesen dann in die Gegend statt in einen der 140 öffentlichen Abfalleimer zu werfen. Oder ihn mit nach Hause zu nehmen. Glatthor ließ rote Tüten beschaffen. Mit den roten Tüten sollte die illegale Entsorgung auffälliger werden. „Ich möchte eigentlich nicht erleben, dass die Gemeinde dann rot gesprenkelt ist", meinte Glatthor damals.

Farbe bewährt sich

Wer durch die Gemeinde geht, sieht die roten Beutel tatsächlich nur selten. „Es werden weniger einfach weggeworfen", hat Gemeindearbeiter Christian Rentz festgestellt. Die alten grauen Beutel waren für ihn und seine Kollegen schwerer zu entdecken. Fahren sie mit einem Freischneider über einen solchen, fliegt der Hundekot trotz Schutzausrüstung ins Gesicht und auf die Kleidung. „Die Kollegen müssen dann erst zum Bauhof zurück, um sich zu waschen", sagt Bauhofleiter Andreas Glatthor. Schlimmer seien nur noch die Kothaufen ohne Beutel.

Das bestätigt Bianca Prüßner. Die Leiterin der Kindertagesstätte „Am Eselsbach" ist mit einer Gruppe von Kindern auf dem Fußweg zwischen der Straße Bobes Feld und dem Rotdornweg unterwegs. „Wir müssen den Kindern immer sagen, dass sie sich auf der Mitte des Weges halten sollen." Links und rechts in den mit Gras bewachsenen Bereichen des Weges lägen oft Hundehaufen.

Es gibt aber auch Hundebesitzer, die in den Bauhof kommen, um sich dort Tüten abzuholen. „Ich habe auch immer welche in meiner Fahrradtasche", sagt Glatthor und schwingt sich auf sein Fahrrad. Seine Kontrolltour führt ihn durch die Gemeinde, immer auf Ausschau nach roten Beuteln, Abfall und anderem Unrat, den Mitbürger einfach so mit einem Wurf in die Landschaft entsorgt haben.

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