Die Grundschule Nord bekommt Anbau noch vor Felix-Fechenbach-Gesamtschule

Thomas Dohna

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Wird größer: Die Grundschule Nord soll neue Räume bekommen. Foto: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Wird größer: Die Grundschule Nord soll neue Räume bekommen. Foto: Thomas Dohna (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Die Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG) soll einen Neubau für ihre Unterstufe bekommen. Weil die Gemeindeverwaltung mit dessen Fertigstellung erst für das Jahr 2024 rechnet, soll nun erst ein Anbau für die Grundschule Nord hergestellt werden. Eine Alternative sind Container.

Seit einiger Zeit stellt die Gemeinde ihre Schulentwicklungsplanung auf neue Füße. Eine erste Untersuchung erbrachte einen Raummangel von rund 2400 Quadratmetern für alle drei Schulen Leopoldshöhes. Für die Grundschule Nord ermittelte die eingesetzte Steuerungsgruppe 922 Quadratmeter Bedarf, für die Grundschule Asemissen mehr als 400 Quadratmeter und für die FFG rund 1100 Quadratmeter.

Die fehlende Fläche für die Grundschule Nord sollte durch den Neubau für die FFG kompensiert werden. Der aber wird laut der Gemeindeverwaltung frühestens 2024 fertig.

An der Grundschule Nord seien seit Jahren stetig wachsende Schülerzahlen zu verzeichnen, heißt es aus dem Rathaus. Seit Beginn des Schuljahres ist die Grundschule Nord in allen Jahrgängen vierzügig.

Bis zum Jahr 2025 werde es 120 Sechs- bis Zehnjährige mehr in Leopoldshöhe geben. Im Einzugsbereich der Grundschule wird es zwei neue Baugebiete geben. Außerdem werden immer mehr Häuser im Baugebiet am Gieselmann-Kreisel fertig und bezogen.

Steigende Nachfrage gibt es nach Angaben der Gemeindeverwaltung auch in den Offenen Ganztagsgruppen und in der Randstundenbetreuung, in denen etwa 230 Schüler betreut werden. Bisher habe die Gemeinde immer erst reagiert, wenn nach den Anmeldungen klar gewesen sei, wie viele Kinder die Offene Ganztagsschule besuchen werden.

Das habe die räumlichen Kapazitäten an der Grundschule Nord bis aufs Äußerste ausgereizt. Klassenräume würden sowohl für den Unterricht am Vormittag als auch für die Betreuung nach dem Unterricht genutzt.

Ab 2025 will das Land Nordrhein-Westfalen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung einführen. Mit der Schulentwicklungsplanung werde ein Konzept einer Ganztagsbetreuung erarbeitet, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Das sehe eine Verzahnung von Schulunterricht und Betreuungsangeboten vor.

Dabei sei es wichtig, ein stimmiges Raumkonzept zu erarbeiten, da die Umsetzung eines Rechtsanspruchs nur bei einer Doppelnutzung der Klassenräume realisierbar sei. Dazu gehörten Klassennebenräume und flexible Möbel.

Obwohl die von der FFG in der Grundschule genutzten Räume auf Sicht frei würden, würden sie nicht ausreichen, stellt die Verwaltung fest. Deswegen müssten Anbauten her. Die neuen Räume sollen an die bestehenden Klassentrakte angebaut werden. Als Alternative stellt die Verwaltung eine Containerlösung in den Raum.

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