Zweite Feuerwache könnte an Bobes Feld entstehen

Birgit Guhlke

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Der zweite Standort für die Freiwillige Feuerwehr könnte hier sein - an der Straße "Bobes Feld" in Asemissen. - © Birgit Guhlke
Der zweite Standort für die Freiwillige Feuerwehr könnte hier sein - an der Straße "Bobes Feld" in Asemissen. (© Birgit Guhlke)

Leopoldshöhe. Gemeindeverwaltung und Freiwillige Feuerwehr sind bei der Suche nach einem geeigneten Standort für ein zweites Feuerwehrgebäude einen Schritt weitergekommen. Neben der Kita an der Straße „Bobes Feld“, direkt an der Heeper Straße, könnte das Gebäude gebaut werden. Das Gelände gehört der Gemeinde. Der Standort erfüllt die Kriterien, die nicht nur die Feuerwehrführung für wichtig erachtet.

Wie berichtet, benötigt die Gemeinde laut Brandschutzbedarfssatzung einen zweiten Standort im südlichen Gemeindegebiet. Ein Sachverständiger hatte in einem Gutachten zum Brandschutzbedarfsplan dargestellt, dass die Leopoldshöher die sogenannten Schutzziele des Plans nicht erfüllten. Das betraf im Falle eines Einsatzes die Zeiten und die Zahl der Feuerwehrleute für Einsätze in Asemissen und Greste, wenn die Feuerwehrkameraden vom Schuckenteichweg aus ausrücken. In einem ersten Testlauf im Jahr 2020 hatte die Feuerwehr einen Probestandort in einer Industriehalle am Bahnhof ausprobiert – und für nicht geeignet eingestuft.

Am Bobes Feld, auf einem etwa 2.000 Quadratmeter großen Gelände, könnte das anders werden. Vor allem weil die Feuerwehrleute nicht die Bahn queren müssten, wenn sie sich auf den Weg zum Feuerwehrgebäude und dann zu Einsätzen machen. Noch sei nichts entschieden, erklären Feuerwehr-Chef Harald Schubert und Frank Sommer von der Gemeindeverwaltung. Geplant ist für Mitte Dezember nun erst einmal ein sogenannter Scoping-Termin, bei dem sich alle an dem Verfahren beteiligten Behörden ein Bild von dem Gelände und seiner Eignung machen sollen. Es sei ein „beschleunigtes Verfahren, wenn man es später in Gang bringen will“, erklärt Frank Sommer. Wenn bereits bei diesem Termin klar wird, dass das Gelände theoretisch geeignet sei und nichts dagegen spreche, werde das weitere Verfahren auf den Weg gebracht. Dann werden auch Anwohner gehört.

Und die Feuerwehr müsse sagen, „was dort gebraucht wird“, sagt Sommer. Und die Politik müsse schließlich entscheiden, was das alles kosten darf. Fördertöpfe für Projekte wie dieses seien nicht in Sicht. Eine kurzfristige Sache sei es nicht, eine günstige auch nicht. Aber notwendig.

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