Lügde-Prozess kann weitergehen: Andreas V. aus Justizkrankenhaus entlassen

Janet König

  • 0
Andreas V. wird am vergangenen Freitag von medizinischem Personal begleitet. Fünf Minuten dauerte die Verhandlung. - © Kateryna Akulenko
Andreas V. wird am vergangenen Freitag von medizinischem Personal begleitet. Fünf Minuten dauerte die Verhandlung. (© Kateryna Akulenko)

Lügde. Die Chancen darauf, dass der Lügde-Prozess wie geplant weitergehen kann, stehen mehr als gut. Andreas V. ist am Donnerstag wieder aus dem Justizkrankenhaus Fröndenberg entlassen worden. Das bestätigt sein Verteidiger Johannes Salmen.

"Ihm geht es besser, er ist inzwischen wieder in der JVA", sagt Salmen. Ob der 56-jährige Dauercamper schon vollständig genesen sei, könne Salmen nicht sagen. Er mache jedoch einen guten Eindruck. Der Verteidiger gehe daher davon aus, dass am kommenden Donnerstag wieder ganz normal gegen beide Angeklagte weiterverhandelt werden kann. "Sowohl mein Mandant als auch ich möchten das Verfahren nun schnellstmöglich zu Ende bringen."

Information
Alle Artikel zum Missbrauchsfall Lügde lesen Sie hier.

Der Prozess wäre wegen der Erkrankung von Andreas V. um ein Haar geplatzt. Hätte der 56-jährige Dauercamper nicht vergangenen Freitag einen kurzen Termin vor dem Detmolder Landgericht wahrgenommen, hätte das Verfahren gegen ihn komplett neu aufgerollt werden müssen. Dann hätte die Kammer auch das Verfahren gegen Mario S. getrennt zum Abschluss bringen müssen.

Die nächsten Termine im Lügde-Prozess sind für kommenden Donnerstag und Freitag, 15. und 16. August, angesetzt. Beide Termine starten jeweils um 9 Uhr. Anfang September soll das Urteil gegen Andreas V. und Mario S. fallen.

Die Doku zum Fall Lügde

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!