Oerlinghausen. Normalerweise öffnen sich Anfang April die Tore des Archäologischen Freilichtmuseums (AFM) in Oerlinghausen. Aber wie auch im vergangen Jahr kam alles anders. „Wir waren bestens vorbereitet und hatten für Ostermontag eine tolle Veranstaltung geplant", zeigt sich Museumsdirektor Karl Banghard in einer Pressemitteilung traurig. „Wir dürften zwar aufgrund der aktuellen Beschlusslage unser Museum öffnen, jedoch haben wir uns aufgrund der Umstände wie Terminvergabe, Nachverfolgung, Vorlage von Schnelltest und so weiter dagegen entschieden", führt Geschäftsführer Klaus Stein weiter aus.
Die Hauptzielgruppe des AFM seien Familien mit Kindern. Kinder bis zehn Jahren würden aber unter Umständen in den Testzentren nicht geprüft und Selbsttests seien nicht zulässig. Und ohne Test gebe es keinen Einlass. Das alles könne das vereinsgetragene Museum aufgrund seiner Personalausstattung nicht stemmen, zumal es auch auf das ehrenamtliche Engagement angewiesen sei.
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Alle Veranstaltungen, Führung und Seminar sind unter im Internet www.afm-oerlinghausen.de zu finden.
Herber Rückschlag
Einen weiteren großen Rückschlag habe es obendrein gegeben: In Nordrhein-Westfalen werden Klassenausflüge bis zu den Sommerferien ausgesetzt. Gerade diese Zielgruppe habe in der Vergangenheit fast 50 Prozent der Besucherzahlen ausgemacht. „Wir hoffen, dass wir noch im April öffnen werden, aber dafür müssen sich die Bedingungen für uns deutlich verändern", so Klaus Stein. Im letzten Jahr habe eine „beeindrucke Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung" die finanzielle Notlage gelindert. Die Museumsleitung hofft auch in diesem Jahr auf eine ähnliche Unterstützung.