Schlangen. Der Rat der Gemeinde Schlangen hat in seiner jüngsten Sitzung die Wirtschaftspläne 2023 für die Eigenbetriebe Freibad und Abwasserbeseitigung beschlossen und die Abwassergebühren neu festgesetzt. Das teilt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung mit.
"Zwei Tage hatte die Gesellschafterversammlung den Wirtschaftsplan für die Gemeindewerke Schlangen (GWS) beschlossen. Die GWS ist mit der Betriebsführung der Eigenbetriebe der Gemeinde Schlangen beauftragt und stellt die Wasserversorgung der Gemeinde Schlangen sicher", erklärt die Gemeinde.
Freibadpreise bleiben stabil
Für 2023 stabil gehalten könnten die Freibadpreise. Das Freibad der Gemeinde Schlangen blicke nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen und nach dem Einbau einer neuen Beckenfolie auf eine zwar verkürzte, aber erfolgreiche Saison zurück. Wie wichtig den Schlängern ihr Freibad sei, habe sich in den beiden Corona-Jahren gezeigt, in denen die große Mehrheit der Dauerkartenbesitzer ihrer „Batze“ die Treue gehalten habe.
"Für das neue Wirtschaftsjahr haben sich die Gemeindewerke und die Schlänger Politik das ambitionierte Ziel gesetzt, das Freibad von externen Energielieferungen unabhängig zu machen, auch als Reaktion auf die herrschende Energiekrise", blickt GWS-Geschäftsführer Robert Göke in die Zukunft.
In anderen Bereichen seien Mehrbelastungen allerdings nicht zu verhindern. Die aktuellen Krisen führten in allen Bereichen zu Preissteigerungen, die auch die Kosten der Ver- und Entsorgung in die Höhe trieben. Dies hätten die Gemeindewerke bei ihrer Planung für 2023 berücksichtigen müssen. Göke: "Eine Anpassung war sowohl beim Wasserpreis als auch bei den Abwassergebühren notwendig. Während die Grundgebühren für beide Bereiche stabil bleiben, mussten die Verbrauchsgebühren angepasst werden."
Wasserpreis steigt um 14 Cent
Konkret bedeute dies: Der Wasserpreis steigt um 14 Cent von 1,05 Euro auf 1,19 Euro pro Kubikmeter, was einer Steigerung von rund 13 Prozent entspricht. Die Schmutzwassergebühren steigen nur um zwei Prozent. Sie werden um 5 Cent von 3,03 Euro auf 3,08 Euro pro Kubikmeter angehoben. Auch die Flächengebühr erhöht sich um drei Cent (sechs Prozent) von 0,49 Euro auf 0,52 Euro pro Quadratmeter.
Alle Anpassungen bedeuteten für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt jährliche Mehrkosten von rund 40 Euro. Neben den allgemeinen Preissteigerungen seien bei der Kalkulation auch Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Anlagen berücksichtigt, die einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisteten und die Versorgungssicherheit erhöhten, heißt es in der Mitteilung weiter.
Bei der Kalkulation sei zudem das noch nicht rechtskräftige Urteil des Oberverwaltungsgerichtes NRW zur kalkulatorischen Abschreibung und Verzinsung berücksichtigt, sodass die Gebühren- und Preiserhöhungen etwas moderater ausfallen würden.