Detmold. Die Emotionen kochten nach Spielschluss noch kurz hoch am Detmolder Werresportplatz, Marco Mescheder diskutierte mit Verantwortlichen des Gegners und teilte dann mit: „Es ist alles gut, ich gehe jetzt in die Kabine.“ „Nein“, lautete die Antwort aus „seinem“ Post-Lager: „Wir feiern jetzt noch ein bisschen.“ Außenverteidiger Mescheder willigte ein. Denn: Das letzte Spiel des Jahres gewann der Aufsteiger Post-TSV Detmold in der Landesliga mit 2:1 (1:0) gegen den SCV Neuenbeken und geht damit mit 28 Punkten in die Winterpause. "Es war ein krönender Abschluss" „Die Erwartungen haben wir damit übertroffen. Ich bin absolut zufrieden, es war ein krönender Abschluss eines überragenden Jahres“, sagte Post-TSV-Vereinsboss Thomas von Strünck: „Der Zusammenhalt in der Truppe ist super, jetzt gibt es noch eine Weihnachtsfeier, Weihnachten kann kommen.“ Obmann Michael Grundmann sah es genauso: „Heute haben wir verdient drei Punkte geholt, nur in der Anfangsphase war Neuenbeken mit zwei Chancen griffiger. Ich hatte der Truppe zugetraut, eine gute Rolle in der Landesliga zu spielen. Aber die Teams sind eng zusammen, da weißt du nie, wie es ausgeht. Wir können fast jeden Gegner schlagen.“ Mann des Spiels war am Samstag Julian Jobstmeier, Zugang von der SG Hiddesen-Hdorf, der mit seinem ersten Ballkontakt das 2:1 markierte (67.). Zwei Minuten vorher war der schussgewaltige Rechtsfuß für Fynn Vollmer ins Spiel gekommen, krankheitsbedingt hatten die Post-Trainer Ralf Brokmann und Andre Patscha zunächst auf den linken Flügelstürmer verzichtet. Jobstmeier setzte auch in der Folgezeit Akzente, bei seinem Tor musste er das Leder nur über die Linie schieben. Felix Buba, im letzten Spiel des Jahres nicht vom Glück verfolgt, war am SCV-Keeper gescheitert, Marco Mescheder hatte den Ball scharf vors Tor gebracht. Cömert trifft genau in den Winkel Buba: „Ja, es stimmt, ich hätte heute ein paar Tore machen können, aber die Punkte sind viel wichtiger, darüber freue ich mich mehr.“ Sein Eintrittsgeld wert war bereits das 1:0 von Enis Cömert, der aus 25 Metern eine abgewehrte Ecke genau in den Winkel setzte (35.). Post besaß fast immer die Kontrolle, ärgerlich war der Ausgleich per Elfer von Paul Nitsch (61.). Post-Keeper Tim Bukowski hatte ihn verursacht.