Guardiola und Johannesson komplettieren den neuen TBV-Kader

Jörg Hagemann

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Peter Johannesson (links) und Isaias Guardiola verstärken den TBV. - © Jörg Hagemann
Peter Johannesson (links) und Isaias Guardiola verstärken den TBV. (© Jörg Hagemann)

Lemgo. Am Samstag ist die Klassenzugehörigkeit geklärt worden. Seit Sonntagmittag ist auch der künftige Kader komplett. Mit der Verpflichtung von Isaias Guardiola und Peter Johannesson hat Handball-Bundesligist TBV Lemgo seine Planungen für die Saison 2017/2018 abgeschlossen.

„Alle Positionen sind jetzt doppelt besetzt. Zudem haben wir ja auch noch Lukas Zerbe und Jari Lemke, die in den vergangenen Wochen noch näher an den Bundesligakader herangerückt sind", schließt Jörg Zereike aktuell weitere Transfers aus. „Natürlich beobachten wir die Szene. Doch wir müssen nicht mehr auf Biegen und Brechen tätig werden", ist der TBV-Geschäftsführer froh, dass der Abstieg in letzter Minute noch abgewendet werden konnte.

„Die 1. Liga macht alles einfacher", sagt Zereike, der bei einem Abstieg gleich mehrere personelle Löcher hätte stopfen müssen. Die beiden gestern bekannt gewordenen Neuverpflichtungen wurden bereits vor einigen Wochen angebahnt. Womöglich fühlte sich Isaias Guardiola beim Gastspiel des TBV Lemgo in Nürnberg deshalb so motiviert, dass er seinem künftigen Arbeitgeber gleich sieben Treffer einschenkte. Es war die höchste Torquote des 32-jährigen Spaniers in dieser Saison.

Zudem zeugen 47 Assists von einem guten Spielverständnis des zwei Meter langen Linkshänders, der von 2012 bis 2014 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Gedeon Guardiola bei den Rhein-Neckar Löwen spielte. Anschließend folgte eine Europatournee mit Stationen in Dänemark (Aalborg), Frankreich (Pays d’ Aix) und Ungarn (Veszprem), ehe er im Sommer in Erlangen vor Anker ging.

Als die Franken für die Halbrechtsposition Christoph Steinert als Alternative zu Jungnationalspieler Nicolai Theilinger verpflichteten, wurde der TBV Lemgo hellhörig. „Leider ist nicht absehbar, ob und wann Rolf Hermann nach seiner Verletzung zurückkehrt", ging Zereike auf Nummer sicher, zumal Guardiola auch als verlässlicher Abwehrspieler gilt. Von daher ist der Transfer auch als weiteres Plädoyer für eine stärkere Verteidigung zu werten.

Zuvor war mit Fabian van Olphen (Magdeburg) bereits ein weiterer erfahrener Stratege verpflichtet worden. „Zusammen mit Klimek und Valiullin sollten wir uns in der Abwehr steigern können", hofft Zereike. Gleichzeitig hat der TBV gestern die Nachfolge von Jonas Maier geklärt, der einen neuen Ein-Jahres-Vertrag in Lemgo ausgeschlagen hat und sich dem TVB 1898 Stuttgart anschließt. Von HBW Balingen-Weilstetten kommt der 25-jährige Schwede Peter Johannesson, der in dieser Saison mit 157 Paraden bei 32 Einsätzen auf eine Fangquote von knapp 30 Prozent kam.

Auch Johannesson wusste sich im direkten Duell mit dem TBV stark in Szene zu setzen. „Doch er hat auch andere sehr gute Spiele gezeigt. Wir sehen ihn als Torwart mit Potenzial, der gut mit einer 6:0-Abwehr harmoniert", lautet Zereikes Expertenurteil. Bevor Peter Johannesson 2015 nach Deutschland wechselte, hütete er sechs Jahre lang bei IK Sävehof ein. Er hat zehn A-Länderspiele bestritten und wurde bei der Junioren-Europameisterschaft 2012 in der Türkei und bei der Junioren-WM 2013 in Bosnien als jeweils bester Torhüter ins All-Star-Team gewählt.

Als dritter Mann zwischen den Pfosten geht Mark van den Beucken in die neue Saison. Der 20-jährige Niederländer durfte während seiner ersten Saison in Lemgo bereits einige Male Bundesligaluft schnuppern, soll aber weiterhin vornehmlich viel Spielpraxis in der 3. Liga sammeln. „Gerade junge Torhüter müssen viel spielen. Der Platz für Mark ist weiterhin offen. Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf und er hat gesehen, wie schnell es gehen kann", sagt Zereike.

Auf vollen Touren läuft inzwischen der Dauerkartenverkauf, wobei der Frühzahlerrabatt nur noch bis zum 16. Juni gilt.

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