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250 IT-Experten tagen in OWL

Google & Co. machen Lemgo zum Hotspot der Informatiker aus aller Welt

Eine große Fachkonferenz bringt hochkarätige Experten in OWL zusammen.

Lemgo. Für vier Tage in der kommenden Woche macht die Alte Hansestadt Lemgo die Region Ostwestfalen-Lippe zu einer Art Silicon Valley. Denn von Montag bis Donnerstag treffen sich auf dem Innovation Campus Lemgo rund 250 hochkarätige Fachleute aus aller Welt zur INDIN 2023, der nach eigenen Angaben wichtigsten Konferenz für Informatik in der Industrie. "Das ist für Lemgo eine große Sache", sagt Mischa Gutknecht-Stöhr, Kommunikationschef der Forschungseinrichtung Fraunhofer IOSB-INA.

Dieses richtet die große Konferenz gemeinsam mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Technischen Hochschule OWL aus. "Wir haben uns in Lemgo gegen Mitbewerber-Städte wie Wien und Barcelona durchgesetzt", berichtet Gutknecht-Stöhr. Die INDIN findet zum ersten Mal nach der Corona-Pandemie wieder in Präsenz statt. Die Vorgängerkonferenzen in Palma de Mallorca und Perth wurden ausschließlich digital ausgerichtet. Auch in Peking oder Porto hat diese Fachkonferenz unter anderem bereits stattgefunden.

"Schlüssel zur wettbewerbsfähigen Industrie"

Industriefachleute, Forschende sowie Akademikerinnen und Akademiker aus aller Welt kommen in Lemgo zusammen, um dort Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Die Liste der Experten ist dabei durchaus hochkarätig. So wird Manuel Greisinger von Google Deutschland eine Keynote halten und einen Einblick in die Innovationskraft des Technologie-Giganten aus den USA geben. Weitere Keynotes werden von Roland Bent (Phoenix Contact, Blomberg), Jie Wang, Stanford University (Kalifornien/USA) sowie Mikael Gidlund von der Mid Sweden University (Sundsvall) erwartet.

"Der Schlüssel zu einer zukunftssicheren und wettbewerbsfähigen Industrie liegt in der Innovation der industriellen Informationstechnologie", sagt Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Deutschland, zur Bedeutung der INDIN. Die Lemgoer Konferenz biete "Stakeholdern aus aller Welt ein Diskussionsforum zu aktuellen und zukünftigen industriellen Informationstechnologien. Diese reichen von künstlicher Intelligenz über Mensch-Maschine-Interaktion bis hin zu Automatisierung und Kommunikation im industriellen Kontext", so der Professor. Die Fraunhofer-Gesellschaft entwickele gemeinsam mit Industrieunternehmen einfach zu bedienende, bedarfsgerechte und innovative Kommunikationslösungen.

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