Elf Kilometer langer Zaun rund um die Übungsplätze in Augustdorf

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Standortfeldwebel Christian Noack ist auch für das Bundeswehrübungsgelände westlich des Stapel verantwortlich. Der 35-Jährige bittet die Bevölkerung eindringlich, die Hinweis- und Verbotsschilder zu beachten. An den Hauptwanderrouten zeigen Klapptafeln an, ob auf dem Standortübungsplatz geübt wird. - © Bundeswehr / Martin Waltemathe
Standortfeldwebel Christian Noack ist auch für das Bundeswehrübungsgelände westlich des Stapel verantwortlich. Der 35-Jährige bittet die Bevölkerung eindringlich, die Hinweis- und Verbotsschilder zu beachten. An den Hauptwanderrouten zeigen Klapptafeln an, ob auf dem Standortübungsplatz geübt wird. (© Bundeswehr / Martin Waltemathe)

Augustdorf. Noch in diesem Jahr soll rund um den Panzerübungsplatz Stapel sowie den Standortübungsplatz Schapeler Hof auf Initiative der britischen Streitkräfte ein rund elf Kilometer langer Zaun errichtet werden. So soll das unbefugte Betreten beider Übungsplätze verhindert werden.

Die Bundeswehr beteiligt sich laut Pressemitteilung anteilig an den Kosten zum Bau der Zauntrasse im Bereich des Standortübungsplatzes. Zusätzlich wird die Umzäunung des britischen Feldflugplatzes in Bad Lippspringe erneuert. Die britischen Streitkräfte begründen diese Maßnahmen mit einer Vielzahl von Einbrüchen, Diebstählen, Vandalismus sowie illegaler Müllentsorgung. Zudem werde auf die hohe Zahl an Blindgängern auf dem Truppenübungsplatz Senne sowie dem Panzerübungsplatz Stapel verwiesen. Auch die illegalen Motocross- und Motorradrennen spielen bei der Entscheidung für die Umzäunung der Übungsplatzteile eine Rolle.

Die Gefahr lauert im Boden: Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten wurde ein Blindgänger auf dem Panzerübungsplatz Stapel gefunden und durch Spezialisten der britischen Streitkräfte kontrolliert gesprengt. - © Bundeswehr / Viktor Willms
Die Gefahr lauert im Boden: Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten wurde ein Blindgänger auf dem Panzerübungsplatz Stapel gefunden und durch Spezialisten der britischen Streitkräfte kontrolliert gesprengt. (© Bundeswehr / Viktor Willms)

Gerade erst habe eine gefährliche Mörsergranate geborgen und entsorgt werden müssen, heißt es weiter. Für Christian Noack begann somit das neue Kalenderjahr mit viel Arbeit. Soldatinnen und Soldaten des Kraftfahrausbildungszentrums Augustdorf meldeten dem Standortfeldwebel einen Munitionsfund auf dem Panzerübungsplatz Stapel. Es handelte sich um die Granate aus einem Sprengmörser vom Kaliber 80 Millimeter aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der 35-jährige Hauptfeldwebel informierte umgehend das Lagezentrum des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen und setzte sich mit den britischen Streitkräften sowie dem deutschen Verbindungskommando in Sennelager in Verbindung.

Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt. Per Standortmitteilung werden alle Dienststellen des Bundeswehrstandortes Augustdorf über die Gefahrenquelle auf dem Übungsgelände informiert. „Die Gefahr, die von Blindgängern ausgeht, ist real und nicht zu unterschätzen. Insofern muss es in so einer Situation schnell gehen", gibt Noack zu Protokoll. Noch vor dem letzten Wochenende wurde die Mörsergranate durch britische Spezialisten gesprengt. Bereits im Juni des vergangenen Jahres war ein Blindgänger im Stapel gefunden worden. Damals unterstützte die Bundeswehr die britischen Streitkräfte bei der Beseitigung der Fundmunition.

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