<p class="schmaler"><span class="Ortsmarke">Blomberg</span>. Fleißig werden auf dem grünen Gürtel um das Neubaugebiet Saulsiek Löcher ausgehoben und Bäume gesetzt, die Erde verdichtet und die Pflanzen mit Holzpfeilern gesichert. Die dritte Pflanzaktion „Einheitsbuddeln" hat am Samstagvormittag großen Zuspruch gefunden. 100 Zwetschgen-, Birnen- und Apfelbäume haben auf der neuen Streuobstwiese ihren Platz gefunden.</p> <p class="schmaler">Die kuscheligen Winterjacken, mit denen sich die Teilnehmer vor der Kälte schützen wollten, landen schon nach wenigen Spatenstichen im Gras. „Das ist ganz schön anstrengend", stellt auch Bürgermeister Christoph Dolle fest, der motiviert an einem Loch gräbt. Knapp 60 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt, für 20 Euro einen Baum erworben und ihn selbst auf der Wiese gepflanzt.</p> <h2>Neue Lebensräume werden geschaffen</h2> <p class="schmaler">„Wir wollen der Natur damit etwas zurückgeben", sagt Katrin Bünten, die mit ihrer Familie gleich zwei Bäume, einen Apfel- und einen Zwetschgenbaum, einen für jedes Kind, gepflanzt hat. „Wir wohnen hier in Blomberg und durch die Bebauung wurden Flächen versiegelt, da ist es nur folgerichtig, hier wieder neue natürliche Lebensräume zu schaffen."</p> <p class="schmaler">Bereits im Stadtwald und entlang des Philosophenweges wurden in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des „Einheitsbuddelns" Bäume gepflanzt, erklärt Förster Stephan Radeck. Über die rege Teilnahme an der Errichtung der neuen Streuobstwiese ist er überaus erfreut. „Ich bekomme viele positive Rückmeldungen. Die Menschen finden es toll, dass hier in unmittelbarer Nähe so etwas Wertvolles entsteht."</p> <h2>Streuobstwiese soll wachsen</h2> <p class="schmaler">Die Bäume sind nicht nur zum Anschauen gedacht. Denn wenn sie, wie vom Förster prophezeit, im kommenden Jahr schon ein paar Früchte tragen, sollen diese natürlich auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.</p> <p class="schmaler">Auch Dietmar Schallok freut sich bereits jetzt auf das, was da kommt: „Ich könnte mir auch vorstellen, dass hier ein paar Bienenvölker ein Zuhause finden oder irgendwann eine mobile Mosterei Halt macht und sich die Blomberger frischen Saft pressen lassen können. Wir werden abwarten, was sich ergibt." Weitere Obstbäume sollen von der Stadt in den kommenden Wochen gepflanzt werden und die Streuobstwiese noch etwas vergrößern.</p>