Blomberg-Istrup. Das Planungskonzept für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Istrup ist nun ziemlich konkret, wie Fachbereichsleiter Detlef Wehrmann jüngst im Bauausschuss mitteilte. Wie berichtet, fehlten zuletzt noch die Abstimmungen über die genaue Ausführung der Verbindungsrampe und zur Gestaltung des Knotenpunkts Ostwestfalenstraße/Detmolder Straße. In beiden Punkten seien alle Beteiligten nun gemeinsam zu einem Ergebnis gekommen. Bevor Straßen.NRW jedoch im Jahr 2028 mit der Sanierung der Fahrbahn beginnt, steht zuvor die Erneuerung der Gehwege und Kanäle auf dem Programm. Nach jetzigem Stand soll es im dritten Quartal nächsten Jahres damit losgehen. Ende Mai haben sich die zuständigen Mitarbeiter von Straßen.NRW, der Stadt Blomberg, der Bezirksregierung Detmold, des Kreises Lippe und der Polizei an einen Tisch gesetzt, um die sichersten Lösungen für die noch offenen Punkte zu finden. Für die Verbindungsrampe, die am Anfang des Bauabschnitts von den Wirtschaftswegen bei dem Gartenbaubetrieb hinunter zur L 712 führen muss, sieht diese nun so aus, dass es einen gradlinigen Verlauf geben wird. Die zunächst favorisierte Variante mit einer Kurve sei zu unsicher, erklärt Wehrmann. Knotenpunkt bekommt eine Ampel Radfahrer erhalten auf der Ortsdurchfahrt künftig sogenannte Schutzstreifen - also einen mit einer gestrichelten Linie von der Fahrbahn abgegrenzten Bereich. An den Querungshilfen und den Abbiegespuren müssen die Schutzstreifen aber unterbrochen werden, da die Fahrbahn dort nicht genügend Platz biete. „Jedoch sollten sich ein 40-Tonner und ein Radfahrer nicht auf einer Fläche begegnen“, führt Wehrmann weiter aus. Besonders eklatant sei das an dem Knotenpunkt L712/K78. Insbesondere dann, wenn ein Radfahrer von der Detmolder Straße auf die Ostwestfalenstraße in Richtung Lemgo abbiege. Die Beteiligten haben sich nun entschieden, als sicherste Lösung hier eine Ampel zu installieren. „Dann wird auch das unsägliche Linksabbiegen aus der Detmolder Straße in die Ostwestfalenstraße von den Sichtverhältnissen deutlich besser.“ Ergänzend zu diesen Planungen seien auch die Kanäle unter die Lupe genommen worden, berichtet der Fachbereichsleiter. Dabei sei heraus gekommen, dass 95 Prozent der Kanäle komplett hin seien. Wehrmann wundert es nicht, schließlich würden dort seit 50 Jahren die 40-Tonner drüber fahren. Allein für die Kanäle werde die Bauzeit auf etwa 18 Monate geschätzt. „Vielleicht auch länger“, so Wehrmann. Die Stadt müsse für die Schmutz- und Regenwasserkanäle rund drei bis vier Millionen Euro investieren. Außerdem werden im Gehweg Strom-, Mittelspannungs- sowie Glasfaserkabel verlegt. Zudem wird Straßen.NRW in der Ostwestfalenstraße einen zusätzlichen Kanal zur Straßenentwässerung bauen. Starke Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer „Im zweiten Quartal 2026 können wir mit der Ausschreibung beginnen“, berichtet Wehrmann vom zeitlichen Ablauf. Im optimalen Fall könne dann mit Beginn der Sommerferien mit dem Bau gestartet werden. „Das ist ein sehr ambitionierter Plan“, betont der Fachbereichsleiter. Im ersten Schritt sollen in 2026 und 2027 die Gehwege sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert werden. Während dieser Maßnahme können beide Fahrspuren weiter genutzt werden. Eine Baustellenampel kommt zum Einsatz. Anschließend, voraussichtlich in 2028, beginnt die Sanierung der Fahrbahn in den freien Strecken und der Ortsdurchfahrt Istrup. In dieser Zeit werde es aufgrund einer einspurigen Verkehrsführung mit großräumiger Umleitung zu starken Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr sowie für den ÖPNV geben, erklärt Wehrmann.