CDU-Antrag: Hangar 21 vielfältiger nutzen

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Der Hangar 21 könnte laut Antrag der CDU-Ratsfraktion künftig nicht nur als Kulturzentrum genutzt werden - sondern vielfältiger. - © Archiv: Jannik Stodiek
Der Hangar 21 könnte laut Antrag der CDU-Ratsfraktion künftig nicht nur als Kulturzentrum genutzt werden - sondern vielfältiger. (© Archiv: Jannik Stodiek)

Detmold. Die CDU-Ratsfraktion hat einen Antrag zum Hangar 21 gestellt. Die Verwaltung solle laut CDU mögliche „Mehrfachnutzungen“ prüfen beziehungswesie ermöglichen - nicht mehr ausschließlich Kulturbetrieb.

Das Land hatte den Umbau des Hangar 21 seinerzeit (vor gut 20 Jahren) gefördert. Damit war die Nutzung als kulturelle Einrichtung vorgegeben - diese Bindung bestehe aber nicht mehr, erläutert CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Thelaner auf Anfrage. Der Detmolder Haushalt wird laut der Pressemitteilung der CDU jährlich mit rund 250.000 Euro durch den Hangar 21 belastet - das könne und solle man ändern.

Die CDU hat zwei Ideen. Der Hangar 21 wird als Übungsareal für die Ausbildung der Detmolder Feuerwehren genutzt. Im Bereich der Standorte der vorhandenen Feuerwehrgerätehäuser in Detmold seien aus räumlichen (und anderen) Gründen keine geeigneten Übungsflächen für die Ausbildung vorhanden. Und im Hangar gebe es bereits Seminarräume oder auch Sanitäranlagen, und auf dem Freigelände oder innen in der Halle könnte die Feuerwehr Einsätze üben. Auch Feuerwehren aus benachbarten Kommunen, aber auch Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen (wie THW) könnten ebenfalls profitieren und dort den Ernstfall üben. Bei den Überlegungen zu einer solchen Lösung sollten die Feuerwehren mit einbezogen weren.

Notunterkunft: Wohncontainer in der Halle

"Eine weitere temporäre Nutzung des Hangars 21 wäre eine Notunterkunft, wie das bereits im vergangenen Jahr für ukrainische Flüchtlinge der Fall war", heißt es im CDU-Antrag weiter. "Bereiten wir den Hangar für den Ernstfall derartig vor, können unsere Sporthallen für den Schul- und Vereinsbetrieb weiterhin genutzt werden."

Ankommende geflüchtete Menschen sollten laut CDU gut versorgt sein, jede Familie sollte einen persönlichen Bereich vorfinden - das könne zum Beispiel mit Wohncontainern oder anders abgegrenzten Bereichen innerhalb der Halle realisiert werden. Dazu könnten Gespräche mit der Bezirksregierung hilfreich sein.

"Letztendlich sind diese Nutzungen auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu prüfen. In letzter Instanz bleibt möglicherweise nur der Verkauf des Hangars", heißt es abschließend.

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