Detmold. Im vergangenen Jahr haben Detmolder die digitalen Meldekanäle der Stadt intensiv genutzt, um auf Missstände oder Schäden hinzuweisen oder Verbesserungsvorschläge zu machen. Insgesamt seien 3074 Meldungen eingegangen - über die Meldoo-App fürs Smartphone, das interne Formular oder das Meldoo-Formular auf der städtischen Homepage, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Die Meldoo-App sei dabei mit 2156 Meldungen der beliebteste Meldeweg gewesen, gefolgt von der Web-Version (608 Meldungen) und dem internen Formular (434 Meldungen). Wer sich die Meldoo-App auf seinem Smartphone installiert hat, hat seinen persönlichen Mängelmelder in der Tasche. Plus getippt, Foto geknipst, Standort-Verwendung erlaubt und schon können die städtischen Mitarbeiter schnell beurteilen, wo das Problem liegt. Und dank der in der Meldung hinterlegten GPS-Koordinaten finden sie auch den Weg dorthin. Für die bessere Weiterbearbeitung muss die Meldung noch mit einer Kategorie wie Sturmschaden, Ampel, Beleuchtung, Schild, Spielplatz, Müll, Vandalismus, Schädling, Wildwuchs, Straße, Lob und Kritik und weiteren sowie einer kurzen Beschreibung versehen werden. Stadtkontaktbüro prüft alle eingehenden Meldungen „Alle Meldungen, die über die Meldoo-App, die Web-Version, per E-Mail, telefonisch oder persönlich eingehen, werden zunächst im Stadtkontaktbüro erfasst“, erklärt Louisa Rabeneick von der Pressestelle der Stadt. „Dort wird jede Meldung individuell geprüft und mit zusätzlichen Informationen angereichert. Über das Geodatenportal wird der Standort der Meldung überprüft, und es werden Kartenausschnitte angefügt, um die Bearbeitung zu erleichtern.“ Nach dieser Prüfung werden die Meldungen intern an die zuständigen Fachbereiche oder extern an verantwortliche Stellen weitergeleitet. In der App oder auch im Web können die Bürger auf der Karte sehen, ob eine Meldung bearbeitet wurde. Ein grüner Pin zeigt eine erledigte Meldung an, um orangefarbene Pins muss sich noch gekümmert werden. „In den meisten Fällen erhalten die Melderinnen und Melder eine Rückmeldung, sobald die Meldung bearbeitet wurde. Sollte es zu Verzögerungen kommen (z.B. durch Mehrarbeit, Urlaub oder Krankheit), werden sie zwischendurch informiert und auf dem Laufenden gehalten“, erklärt Rabeneick. Ein grüner Pin markiert erledigte Meldungen Ist ein Pin auf der Karte grün-orange-gestreift, bedeutet das „offen abgeschlossen“. Das passiert, wenn die Stadt selbst keine Handlungsbefugnis hat, das Problem also selbst nicht beheben kann oder darf. In dem Fall wird die Meldung an externe Stellen weitergeleitet, die über das Meldoo-System keine Rückmeldung geben können. „Dadurch wird der Prozess für die Melderinnen und Melder transparent dargestellt, auch wenn keine abschließende Rückmeldung von externer Seite erfolgt“, sagt Rabeneick. Mit 1027 Meldungen war unrechtmäßig abgelegter Müll das häufigste Anliegen der Detmolder. Auch Verkehrsthemen (292 Meldungen) und Beleuchtung (248 Meldungen) standen im vergangenen Jahr hoch im Kurs. Weitere häufig gemeldete Kategorien waren Wildwuchs (254 Meldungen), Geh- und Radwege (193 Meldungen) sowie Straßenschäden (204 Meldungen). Skurrile Meldungen bleiben im Gedächtnis Einige Meldungen waren so skurril, dass sie dem Stadtkontakt-Team noch im Gedächtnis geblieben sind. So wurde „ein Auto steht auf einer Grünfläche“ gemeldet. Dabei war das Fahrzeug nicht auf einer öffentlichen Grünfläche, sondern auf einem Privatgrundstück auf dem Rasen geparkt. Ohne das dazugehörige Foto hätten die städtischen Mitarbeiter bei der Meldung „ein Sofa steht mitten im Feld“ wohl an einen Scherz geglaubt. Doch tatsächlich stand in Unternienhagen auf dem Weg vom Meschesee zum Golfplatz Gut Ottenhausen unterhalb der Windräder ein Sofa im Feld. Wo allerdings der „Wildwuchs auf dem Bürgersteig“ zu finden war, wurde beim Foto eines Gehwegs auf einer Brücke nicht klar. Die Meldoo-App hat sich als zentrales Werkzeug etabliert, um schnell und unkompliziert auf Missstände hinzuweisen. „Die hohe Nutzung der App zeigt, wie wichtig den Detmolderinnen und Detmolder eine saubere, funktionierende und lebenswerte Stadt ist. Jede Meldung hilft uns, Probleme schneller zu erkennen und zu beheben“, betont Kristina Brethauer aus dem Stadtkontakt-Team in der Bruchstraße 36.