„Bauer sein ist cool“: Kalletaler Junglandwirt brennt für die Landwirtschaft

Mattlen Küllmer

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„Landwirtschaft, das ist meins." Seine Liebe zum Beruf möchte Ole Kahre aus Kalletal sichtbar machen. Mit Homestorys und Plakaten werben Junglandwirte und -landwirtinnen aus Ostwestfalen-Lippe für einen der schönsten Berufe der Welt. Ole: „Die Arbeiten draußen auf dem Feld machen mir Spaß, doch am liebsten bin ich im Stall bei den Tieren." - © Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband
„Landwirtschaft, das ist meins." Seine Liebe zum Beruf möchte Ole Kahre aus Kalletal sichtbar machen. Mit Homestorys und Plakaten werben Junglandwirte und -landwirtinnen aus Ostwestfalen-Lippe für einen der schönsten Berufe der Welt. Ole: „Die Arbeiten draußen auf dem Feld machen mir Spaß, doch am liebsten bin ich im Stall bei den Tieren." (© Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband)

Kreis Lippe. Gerade besucht er die Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford, meistens findet man ihn aber im Betrieb. Der 22–jährige Junglandwirt Ole Kahre aus Kalletal mag seinen Beruf sehr: „Bauer sein ist cool."

Gemeinsam mit elf weiteren Jungbäuerinnen und Jungbauern aus Ostwestfalen-Lippe möchte er die Landwirtschaft sichtbarer machen. Unter dem Motto „Ferkelfreund – mit viel Tierliebe" ist Ole schon bald auf einem der Großplakate zu sehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands.

Auf dem Foto ist er im Stall bei den Schweinen, seinen Lieblingstieren, und hält ein Ferkel auf dem Arm. Dieses Großplakat ist entstanden aus seinem Siegerfoto zum Wettbewerb Bildkommunikation des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe mit der Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford, heißt es weiter.

"Gemeinsam ein starkes Team"

Ole Kahre kommt nicht vom Hof. „Ich habe mich schon früh für die Landwirtschaft interessiert. Das Helfen auf den Nachbarhöfen hat mir gezeigt, dass dieses mein Traumberuf ist", wird der Jungbauer aus Kalletal zitiert. Das Arbeiten auf den Feldern mache ihm großen Spaß. Doch am liebsten ist er im Stall, bei den Tieren.

„Die Ferkel vom ersten Augenblick an zu begleiten und sie fürsorglich aufzuziehen, ist eine großartige Aufgabe", sagt der Junglandwirt. „Bei den Sauen finde ich es besonders spannend, ihre verschiedenen Charaktere kennenzulernen". Jede Sau habe ihren eigenen Kopf. „Gemeinsam sind wir ein starkes Team", meint der Kalletaler.

Neben den Veränderungen, die die Landwirtschaft mit sich bringe, bleibe der Kern seiner Arbeit seit Jahrtausenden der gleiche: der Umgang mit Lebewesen, Umwelt und Natur. „Themen wie Umwelt-, Ressourcen – und Klimaschutz sowie Tierwohl sind uns Landwirten ganz wichtig", unterstreicht der Junglandwirt. Dies möchte er nach außen tragen mit seinem Motto: „Ferkelfreund – mit viel Tierliebe". Denn das tägliche Betreuen und Versorgen der Tiere sei eine ganz wichtige und sehr bereichernde Aufgabe im Beruf des Landwirts.

Natur- und Umweltschutz berücksichtigen

„Dass es unseren Tieren gut geht, ist uns ein großes Anliegen", wird der 22-Jährige zitiert. Auch der Ukrainekrieg erfordert neues Denken in der Landwirtschaft. Der Kalletaler findet: Vor dem aktuellen Hintergrund des Krieges in der Ukraine sollten Forderungen wie die Stilllegung von vier Prozent der Felder überdacht werden.

Dieser Ansicht ist laut Pressemitteilung auch Kreisverbandsvorsitzender Dieter Hagedorn: „Wir können die Erzeugung der Lebensmittel nicht immer weiter verringern und dabei vor drohenden Hungersnöten in anderen Ländern die Augen verschließen. Hier sei Augenmaß gefragt und „gerade bei uns ist eine qualitativ hochwertige Erzeugung unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes möglich", erklärt Hagedorn, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe.

Für die Zukunft wünscht sich Ole Kahre „mehr Respekt und vor allem Perspektiven für einen der schönsten Berufe, die es gibt." Warum „Bauer sein cool ist", erzählt der landwirtschaftliche Nachwuchs auf der Webseite des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Dort sind die Homestorys der zwölf jungen Leute zu lesen, die demnächst in OWL auf den neuen Plakaten zu sehen sind.

Porträts: www.wlv.de/generation-zukunft-2022

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