Bad Salzuflen/Kreis Lippe. Die Synode der Lippischen Landeskirche hat am Freitag den westfälischen Landeskirchenrat Martin Bock (48) in das Amt des Juristischen Kirchenrates gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Dezember an und ist Nachfolger von Arno Schilberg (63), der das Amt seit 1999 innehat und Ende des Jahres in den Ruhestand tritt. Die geheime Wahl fand im Gemeindehaus der reformierten Stadtkirchengemeinde in Bad Salzuflen statt.
Martin Bock, 1975 in Bonn geboren, studierte laut Landeskirche Rechtswissenschaften und Russistik in Berlin und Rom. Nach dem Referendariat im Land Berlin legte er 2005 das zweite juristische Staatsexamen ab. Seit 2016 war Bock Juristischer Dezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen, zuständig unter anderem für Mitgliedschaft und Gesamtkirchliche Services. Martin Bock ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Juristische Kirchenrat bildet mit dem Theologischen Kirchenrat und dem Landessuperintendenten das Kollegium des Landeskirchenamtes, das die laufenden Geschäfte der Lippischen Landeskirche verantwortet.
„Vorsichtige Finanzplanung“
Martin Bock ist künftig als Juristischer Kirchenrat für Rechts- und Finanzfragen zuständig. Besonders reize ihn an diesem Amt, „den bereits begonnenen Transformationsprozess der Kirchengemeinden gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Landeskirchenamts zu unterstützen.“ Dazu gehörten neben einer ?vorsichtigen Finanzplanung neue Formen der Zusammenarbeit, zum Beispiel in „Interprofessionellen Teams“, die Digitalisierung von Arbeitsprozessen oder auch die Förderung von Haupt- und Ehrenamtlichen durch Fort- und Weiterbildungen.
Weitere Kandidaten waren Nadja Betke (45), Abteilungsleiterin im Landeskirchenamt Detmold, sowie Tasso von der Burg (41) von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Martin Bock setzte sich im ersten Wahlgang mit 29 von 50 Stimmen durch.