Spielplatz an der Herderstraße soll erneuert werden

Kirsten Fuhrmann

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Schnittarbeiten sind auf dem Spielplatz in der Herderstraße bereits erfolgt. Das reicht aber bei Weitem nicht aus. - © Cordula Gröne
Schnittarbeiten sind auf dem Spielplatz in der Herderstraße bereits erfolgt. Das reicht aber bei Weitem nicht aus. (© Cordula Gröne)

Lage-Hardissen. Die Spielgeräte sind alt und kaum mehr nutzbar. Der Spielplatz an der Herderstraße, der mitten im Wohngebiet liegt, muss erneuert werden, da sind sich Eltern, Politik und Verwaltung einig. Wann die Stadt dafür Gelder bereitstellen kann, ist unklar. Spätestens 2022 könnte die Fläche samt Spielgeräten erneuert werden.

Die Diskussion im jüngsten Jugendhilfeausschuss ging auf einen Antrag der Sozialdemokraten zurück. „Mittlerweile befinden sich wieder viele Familien mit kleinen Kindern im direkten Umfeld der Anlage“, schreibt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Fritz darin zur Begründung.

Der Ortsverein hat zudem eine Liste mit 50 Unterschriften von Eltern eingerichtet, die ebenfalls dafür plädieren (die LZ berichtete). Das unterstrich Axel Wiebusch von der SPD im Ausschuss und betonte, dass die Kinder das wichtigste Gut sind. „Gerade in Corona-Zeiten sind Ausweichmöglichkeiten im Freien viel wert“, sagte er.

"Es muss etwas passieren"

Dem stimmte die Stadtverwaltung zu. „Wir sehen genauso wie sie Handlungsbedarf, da muss etwas passieren“, sagte Dirk Pahmeier. Es gibt allerdings eine große Hürde: das Geld. „Das Prekäre ist die Haushaltslage der Stadt“, erklärte er. „Die Mittel im Kindergartenbereich sind für dieses Jahr bereits verplant.“ Die Verwaltung wolle aber prüfen, ob es doch möglich ist, etwas eher Geld für eine Spielplatz-Erneuerung bereitzustellen. Spätestens aber 2022 soll es losgehen. Die Anwohner sollen dann sogar ihre Ideen für neue Spielgeräte einbringen können.

Die Ausschussvorsitzende, Ute Habigsberg-Bicker (Bündnis 90/Die Grünen), hatte sich vorab selbst ein Bild von dem Zustand des Spielplatzes gemacht. Ihr Resultat: „Ich war erschrocken, wie es da aussieht.“ Mit dem Grünschnitt, der kürzlich erfolgte, sei zwar schon etwas passiert, doch die Spielgeräte seien so in die Jahre gekommen, dass diese kaum zu benutzen sind. Habigsberg-Bicker regte an, den Spielplatz komplett zu sperren, weil die Geräte für Kinder nicht mehr sicher seien.

Klaus Landrock, Fachbereichsleiter Schule, Sport, Kultur, Jugend und Soziales der Stadt, machte deutlich, dass die Spielplätze im Stadtgebiet regelmäßig kontrolliert werden. Axel Wiebusch (SPD) schlug vor, den Spielplatz komplett zu räumen und übergangsweise wenigstens einen Sandkasten oder eine Wippe hinzustellen. Landrock verwies zunächst auf den gut ausgestatteten Spielplatz etwa 400 Meter weiter an der Herbergstraße. Dorthin könnten Eltern mit ihren Kindern alternativ ausweichen. Die Situation wolle die Stadt jetzt prüfen. „Eine Sandkiste aufzustellen wird aber sicherlich kein Problem sein“, sagte Klaus Landrock.

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