Stadtwerke kooperieren mit Universitäten

Katrin Kantelberg

  • 0
Die Aktiven: Jan Mehlich (Uni Wuppertal), Christian Thommessen (Uni Duisburg-Essen), Peter Töws (Stadtwerke Lemgo), Othmar Verheyen (Uni Duisburg-Essen), Marcel Ludwig (Wuppertal), Nicolas Witte (Uni Duisburg-Essen), Nils Loose (Uni Duisburg-Essen), Uwe Weber (Stadtwerke Lemgo ) und Ralf Settertobulte (Stadtwerke Lemgo ) treffen sich zur Projektbesprechung. - © Stadtwerke Lemgo
Die Aktiven: Jan Mehlich (Uni Wuppertal), Christian Thommessen (Uni Duisburg-Essen), Peter Töws (Stadtwerke Lemgo), Othmar Verheyen (Uni Duisburg-Essen), Marcel Ludwig (Wuppertal), Nicolas Witte (Uni Duisburg-Essen), Nils Loose (Uni Duisburg-Essen), Uwe Weber (Stadtwerke Lemgo ) und Ralf Settertobulte (Stadtwerke Lemgo ) treffen sich zur Projektbesprechung. (© Stadtwerke Lemgo)

Lemgo. Wenn die Stadtwerke 2019 an der Kläranlage Lemgo ihre innovative Abwasser-Wärmepumpe zur Fernwärmeerzeugung in Betrieb nehmen, realisieren sie gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und der Bergischen Universität Wuppertal noch ein weiteres Gemeinschaftsprojekt.

Im Rahmen von „InSekt – Intelligente Sektorenkopplung zur Reduktion von CO2-Emissionen" nehmen die Partner auch die Wärmenetzoptimierung ins Visier. Die Abwasser-Wärmepumpe der Stadtwerke Lemgo wird an einem strategisch günstigen Ort platziert: am Stadtwerke-Blockheizkraftwerk (BHKW) an der zentralen Kläranlage. Denn dort kann der notwendige Anschluss an das Lemgoer Fernwärmenetz erfolgen, in das die Wärme dieser Anlage eingespeist wird. Zudem erhält die Wärmepumpe dort den Strom für ihren Betrieb direkt vom Generator des BHKW.

Information
Das Projekt wird als „LeitmarktAgentur.NRW"-Projekt durchgeführt und von der EU gefördert.

„Mithilfe des Projektes ,InSekt‘ können wir an unserer deutschlandweit einmaligen Pilotanlage dann wertvolle praxisnahe Untersuchungen durchführen", freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven laut Pressemitteilung. „Dabei wird es vor allem um die Frage gehen, wie die Strom- und Wärmesektoren so miteinander gekoppelt werden können, dass sie ökologisch und ökonomisch optimal zusammenspielen." Dafür werden die Forscher der Unis einen Automatisierungsansatz zur Laufzeitoptimierung der Abwasser-Wärmepumpe umsetzen. Zum Abschluss des Projekts „InSekt" werden die simulierten Netzoptimierungen auch im Praxisbetrieb angewendet.

„Insgesamt wollen wir durch diese Optimierungsstrategie eine jährliche CO2-Einsparung in Höhe von etwa 3200 Tonnen mit unseren Kooperationspartnern erzielen", zeugt sich Arnd Oberscheven zuversichtlich. Doch dabei will er es nicht bewenden lassen. „Da der Automatisierungsansatz auf andere Technologien übertragbar ist, denken wir mit auch schon über weiterführende gemeinsame Projekte nach."

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!