Stadtwerke Lemgo bauen Schornstein der Gasturbine ab

Mattlen Küllmer(LZ)

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Der Schornstein wird abgebaut.  - © Stadtwerke Lemgo GmbH
Der Schornstein wird abgebaut.  (© Stadtwerke Lemgo GmbH)

Lemgo. 40 Jahre lang sicherten rund 60 Schrauben den Schornstein der alten Gasturbine auf dem Kesselgebäude am Bruchweg. Doch nun gehört er der Vergangenheit an: Auf dem Stadtwerke-Gelände wurde der stadtbildprägende, rund 40 Meter hohe Schornstein der 1980 installierten Gasturbine abgebaut.

Im vergangenen Dezember hatten die Stadtwerke den Zuschlag für die Förderung eines neuen iKWK-Systems (innovative Kraft-Wärme-Kopplung) erhalten. Die alte Anlage wird durch eine neue, effiziente Motor-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage ersetzt, die Strom und Wärme für die alte Hansestadt produzieren wird, schreibt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.

Abgebauter Schlot wird eingeschmolzen

Ein Abbauunternehmen löste Stück für Stück die Schrauben, dabei gewährleistete ein Kran die Standfestigkeit des Schornsteins. „Der Schornstein steckte auch noch ein Stück im Kesselteil – mit dem Kran konnte er angehoben und auf unserem Gelände abgelegt werden“, berichtet Uwe Weber, Leiter der Eigenerzeugung bei den Stadtwerken. Nun werde er in Kleinteile zerlegt, eingeschmolzen und so wiederverwertet.

Der Schornsteinabbau bildet den Abschluss der Deinstallation der alten Gasturbine. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Abbau nun die Voraussetzungen für die neuen iKWK-Anlagen schaffen, mit denen wir ab 2022 noch mehr erneuerbare Fernwärme für Lemgo erzeugen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven. Damit werde auch ein Zeichen für den Klimaschutz vor Ort gesetzt, denn allein schon die neue Motor-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage werde die CO2-Emissionen im Vergleich zur Altanlage halbieren.

Ab August nächsten Jahres werde die neue Anlage in dem Kesselgebäude ihren Platz finden. Auch sie erhält einen Schornstein, der jedoch rund zehn Meter kleiner als der bisherige ausfallen wird. Auch eine Solarthermieanlage und eine Wärmepumpe, die Begawasser zur Fernwärmeerzeugung nutzen wird, werden errichtet. Damit sollen 6000 Megawattstunden Fernwärme aus Erneuerbaren Energien produziert werden.

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