Eine Million Euro für neuen Sportplatz an Felix-Fechenbach-Gesamtschule

Thomas Dohna

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Im vergangenen Januar kündigten Bauhofleiter Andreas Glatthor (links) und der Vorsitzende des TuS Leopoldshöhe Horst Wolfmeier eine vorübergehende Reparatur des Rasenplatzes am Schul- und Sportzentrum an. - © Thomas Dohna
Im vergangenen Januar kündigten Bauhofleiter Andreas Glatthor (links) und der Vorsitzende des TuS Leopoldshöhe Horst Wolfmeier eine vorübergehende Reparatur des Rasenplatzes am Schul- und Sportzentrum an. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Seit Jahren ist der Rasenplatz des Schul- und Sportzentrums an der Schulstraße für Schüler, Fußballer und andere Sportler ein Ärgernis. Das soll in den kommenden Jahren beseitigt werden. Im Sommer 2021 wird die Fläche als Kunstrasenplatz wieder bespielbar sein, so plant es die Gemeindeverwaltung. Sie stellte ihre Pläne für die 899.000 Euro kostende Sanierung im Sportausschuss vor.

In den vergangenen Jahren seien ganze Vereinsvorstände immer wieder mit der Bitte um eine Neugestaltung des Platzes vorstellig geworden, berichtete Bürgermeister Gerhard Schemmel. Der Rasenplatz habe deutlich unter dem veränderten Klima gelitten. „Der Rasen ist stellenweise verdorrt", stellte Schemmel fest. Nur mit erheblichem Aufwand habe der Bauhof den Rasen bewässern und erhalten können. Es gebe einen großen Sanierungsbedarf, sagt Schemmel und meinte die gesamte Anlage.

Verdorrt und verrottet

Der Lärmschutzwall entlang der Schulstraße ist mit alten, teilweise verrotteten Bahnschwellen befestigt. Die Bewässerungsanlage für die Rasenfläche funktioniert schon lange nicht mehr. Die Ablaufrinnen entlang der mit Asche belegten Laufbahn sind teilweise zerstört, die Laufbahn selbst ist uneben. Das soll nun anders werden. Ulrich Offel, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, stellte die Pläne vor.

Vor allem auf dem Hauptplatz (links) und dem Nebenplatz wird es Veränderungen und neue Angebote wie eine Slackline-Anlage, ein Schach- und Boulefeld geben. - © Gemeinde Leopoldshöhe
Vor allem auf dem Hauptplatz (links) und dem Nebenplatz wird es Veränderungen und neue Angebote wie eine Slackline-Anlage, ein Schach- und Boulefeld geben. (© Gemeinde Leopoldshöhe)

Der Rasenplatz wird durch einen Kunstrasenplatz ersetzt. Es wird eine neue Tartan-Laufbahn, eine Hochsprung-, eine Kugelstoß- und eine Ballwurfanlage geben. Auf dem Nebenplatz soll es eine Fläche für die Sportart Parcours, zwei Slacklineanlagen, eine Aufenthaltsfläche, einen Außenschach- und einen Bouleplatz mit drei Bahnen geben. Eine Sitzecke soll 35 Personen Platz bieten, auch auf sogenannten Jugendbänken. Ihre Lehnen dienen auch zum Sitzen. Diese Fläche soll der Felix-Fechenbach-Gesamtschule als Außenklassenzimmer dienen. Der Kunstrasenplatz wird eingezäunt, die übrigen Flächen bleiben frei zugänglich. Sie sollen einen starken öffentlichen Bezug haben und der sozialen Integration durch Sport dienen, erläuterte Bürgermeister Schemmel.

Hohe Förderung ermöglicht den Bau

Damit erfüllt das Projekt die Voraussetzung für eine Förderung durch das Land und den Bund. „Soziale Integration im Quartier" heißt das Programm, von Bund und den Ländern als „Investitionspakt" bezeichnet. Leopoldshöhe bekommt 899.000 Euro als Zuschuss. Rund 100.000 Euro muss die Gemeinde selbst aufbringen.

In einem ersten Bauabschnitt soll der Nebenplatz umgestaltet werden. Die Arbeiten sollen im Februar 2020 beginnen und im Juni abgeschlossen sein. Ab Oktober 2020 ist die sogenannte Kampfbahn mit dem Rasenplatz dran. Die Maßnahme soll im Juni 2021 abgeschlossen sein.

Anders als der Gemeindesportverband (GSV) es wollte, wird die Anlage keine Kampfbahn des Typs B werden. Die Verwaltung begründet das mit zu wenig Platz. Damit sind nach Angaben des GSV-Vorsitzenden Andreas Brinkmann keine regionalen Leichtathletik-Meisterschaften in Leopoldshöhe möglich, obwohl der TuS Bexterhagen über eine leistungsstarke Mannschaft verfügt.

Flutlicht bleibt

Die Flutlichtanlage des zukünftigen Kunstrasenplatzes bleibt weitgehend unangetastet, was der Fraktionssprecher der Grünen, Jürgen Hachmeister, kritisierte. Die Gemeinde müsste alle Sportplätze wegen der von den Flutlichtanlagen ausgehenden Lichtverschmutzung überprüfen. Hachmeister regte einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen gegen Lichtverschmutzung an.

Anlass für eine Diskussion war die geplante Linierung des Kunstrasenplatzes. Die soll nach den Vorstellungen des TuS Leopoldshöhe nur die eines Fußballspielfeldes sein. Hans Rösler (SPD) wies auf die Jugendmannschaften hin, die auf einem halben Spielfeld spielen. Die dafür nötige blaue Linierung müsse möglich sein und störe niemanden.

Bürgermeister Schemmel regte an, sich darüber mit dem Vereinsvorstand in Verbindung zu setzen.

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