Aus für die Filiale in Lipperreihe - Initiative will mit Sparkassenvorstand reden

Gunter Held

Jens Dressler, Dennis Thon und Daniel Bartke (von links) von der Initiative Oerlinghausen wollen mit dem Vorstand der Sparkasse Lemgo reden.  - © Gunter Held
Jens Dressler, Dennis Thon und Daniel Bartke (von links) von der Initiative Oerlinghausen wollen mit dem Vorstand der Sparkasse Lemgo reden.  (© Gunter Held)

Oerlinghausen. Zum 1. Januar sollen die Filialen der Sparkasse Lemgo in Lipperreihe und Helpup umgewandelt werden in Selbstbedienungsstandorte. In beiden Ortsteilen sind die Sparkassenkunden empört und machen ihrem Ärger auch gegenüber den Mitarbeitern des Geldinstitutes Luft. Die aber können am wenigsten dafür. Der Beschluss wurde vom Vorstand verkündet.

In Helpup haben sich der Verkehrs- und Verschönerungsverein und die SPD der Sache angenommen und einen Brief an den Sparkassenvorstand geschrieben. In Lipperreihe kanalisiert die Initiative Oerlinghausen den Protest. Jens Dressler, Dennis Thon und Daniel Bartke haben ihren Brief gleich zweimal abgeschickt. Mit der Post und per E-Mail. Antwort haben sie noch nicht bekommen. „Zumindest aber eine Eingangsbestätigung für die E-Mail", sagt Thon und lacht.

Die drei greifen in ihrem Schreiben nicht nur die Problematik in Lipperreihe (und Helpup) auf, sondern rücken auch die Schließung der Filiale in der Südstadt im März 2016 in den Fokus. Seitdem gibt es in der Südstadt weder die Möglichkeit Geld abzuheben, noch einzuzahlen oder Überweisungen zu tätigen. Begründung damals: Es gebe Filialen in der Kernstadt, in Helpup und Lipperreihe.

Die Initiative Oerlinghausen (I:O) bittet in dem Brief um Information über den Rückgang des Kundenverkehrs – in belastbaren Zahlen. Und sie fragt, ob denn als Kompromiss ein alternatives Öffnungszeitenmodell diskutiert werden könnte. Beispielhaft nennt sie auch einen Vorschlag für die Filialen in Lipperreihe und Helpup.

Da das Gebäude der Lipperreiher Sparkasse dem Geldinstitut gehört, wäre auch eine gemeinsame Nutzung mit der Deutschen Post möglich, um in dem Bereich eine Versorgung der Bevölkerung zu erreichen. Die Bilanz 2019 sei zufriedenstellend gewesen, warum dann jetzt die Schließung, fragt die I:O und zitiert die Sparkasse: „Begleiter der Menschen . . . vor Ort, . . . dem Gemeinwohl verpflichtet."

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