Erster Storch auf der Löhner Blutwiese gesichtet

Susanne Barth

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Der Löhner Storch Kalli scheint zurück auf der Blutwiese zu sein. Hier ist er auf Futtersuche. - © Marion Schröder
Der Löhner Storch Kalli scheint zurück auf der Blutwiese zu sein. Hier ist er auf Futtersuche. (© Marion Schröder)

Löhne. Letzte Schneehaufen schmelzen auf den Feldern, doch die Sonne wird kräftiger. Erste Frühlingsgefühle kommen bei diesen Temperaturen auf und auch der erste Storch hat sich auf der Blutwiese gezeigt.

Die neunjährige Lena hat den Storch hoch oben im Horst wohl als erste entdeckt. Ihre Mutter Stefanie Löwenstein griff zur Kamera und hat sofort zwei Beweisfotos in die Facebookgruppe "Storchenhorst im NSG Blutwiese" gepostet und weitere Bilder ließen nicht lange auf sich warten.

Die Initiatorin des Storchhorsts, Marion Schröder, geht davon aus, dass Kalli zurückgekehrt ist. Er hat sich vor einem Jahr fast zur selben Zeit in Löhnes einzigem Storchhorst niedergelassen und einen Monat lang nach einer Partnerin gesucht.

Im Naturschutzgebiet Blutwiese ist der erste Storch zurück. Ein sicheres Frühlingszeichen. - © Andreas Rahe
Im Naturschutzgebiet Blutwiese ist der erste Storch zurück. Ein sicheres Frühlingszeichen. (© Andreas Rahe)

Die hat er dann in Lotti gefunden. Das Storchenpaar und ihr Nachwuchs haben die Löhner so entzückt, dass aus den schönsten Bildern sogar ein eigener Kalender entstanden ist. Die Einnahmen sollen eine Live-Web-Cam am Storchenhorst auf der Blutwiese ermöglichen. Damit sollen noch detailliertere Einblicke in das tägliche Leben der Zugvögel möglich werden.

Aus der Küche den Storch auf Futtersuche beobachtet

Hoch oben auf im Horst auf der Blutwiese wird der erste Löhner Storch in diesem Jahr gesichtet. Stefanie Löwenstein hat das Tier fotografiert, entdeckt hat es aber ihre neunjährige Tochter Lena. - © Stefanie Löwenstein
Hoch oben auf im Horst auf der Blutwiese wird der erste Löhner Storch in diesem Jahr gesichtet. Stefanie Löwenstein hat das Tier fotografiert, entdeckt hat es aber ihre neunjährige Tochter Lena. (© Stefanie Löwenstein)

Doch zurück zum jetzigen Tier. "Es lässt sich vermuten, dass es unser Kalli ist, denn er wurde auch auf der Wiese in der Flagenstraße gesichtet", sagt Marion Schröder. Dort war er auch im vergangenen Jahr oft auf Futtersuche am Ostscheider Bach. Auf die große Wiese am Wäldchen hat Familie Löwenstein einen guten Blick. "Wenn wir aus dem Küchenfenster sehen, sehen wir den Storch auf Futtersuche", beschreibt Stefanie Löwenstein.

Ebenfalls spreche für die Rückkehr von Kalli, dass der jetzt gesichtete Storch nicht beringt ist. Schröder: "Und er hat Ortskenntnisse, denn ich habe ihn heute Morgen gesehen und auch gefilmt, als er von der Blutwiese aus in Richtung In der Flage flog. Vermutlich ist er dort wieder hingeflogen, da er dort ein besseres Futterangebot vorfindet." Jetzt hofft die Storchengemeinde, dass auch seine Partnerin Lotti zurückkommt. Und es zum zweiten Mal Nachwuchs auf der Blutwiese geben wird.

Laut Marion Schröder ist nicht nur seit dem 18. Februar der Löhner Horst belegt. Auch in den umliegenden Nestern sind am Donnerstag viele Störche zurück gekommen. In Bünde-Ahle, im Elsebruch in Melle und auch in Lübbecke-Gehlenbeck seien Tiere gesichtet worden, so Schröder, die sich fragt, "ob sie wohl alle zusammen geflogen sind?"

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