NRW lockert die Corona-Regeln: Was ab Samstag gilt

Lukas Brekenkamp

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Die 2G-Regelung im Einzelhandel fällt ab Samstag - wie hier in Hamburg - bundesweit weg.    - © Axel Heimken/dpa
Die 2G-Regelung im Einzelhandel fällt ab Samstag - wie hier in Hamburg - bundesweit weg.    (© Axel Heimken/dpa)

Düsseldorf. Am Samstag werden in Nordrhein-Westfalen erste Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft treten. Das kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag an. Alle Zugangsbeschränkungen im Handel sollen ebenso fallen wie Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene. Eine Übersicht.

Über den 19. März hinaus brauche es laut Wüst "für den Fall der Fälle" eine Rechtsgrundlage für den "bewährten Basisschutz". Also zum Beispiel Maske, Abstand, Hygienekonzepte und Genesungs- sowie Impfnachweise. "Die Pandemie richtet sich nicht nach dem Kalender", sagt Wüst. Der Bund solle nun eine sichere Rechtsgrundlage schaffen. Weil die Corona-Zahlen laut Wüst aber wahrscheinlich weiter sinken, beginnt NRW nun in drei Schritten zu lockern.

Schritt eins

Die neuen Coronaregeln des ersten Schritts treten bereits an diesem Samstag (19. Februar) in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene weg. Bisher ist die Personenzahl bei privaten Zusammenkünften auf zehn begrenzt. Für Ungeimpfte gelten die Beschränkungen allerdings weiter, laut Wüst bis zum 19. März. Solche Kontaktbeschränkungen gelten demnach auch bei Treffen von Geimpften und Ungeimpften.

Wüst kündigte zudem an, dass ab Samstag alle Zutrittsbeschränkungen im Einzelhandel wegfallen werden. Bisher galt in vielen Läden 2G - nur Geimpfte und Genesene hatten Zutritt. "Die Maske wird zukünftig der zentrale Schutzmechanismus beim Einkaufen sein", sagt Wüst.

Ebenfalls ab Samstag soll die Ausübung von "kontaktfreiem Sport" unter freiem Himmel wieder unter der Maßgabe von 3G möglich sein. Hier benötigen Ungeimpfte also einen Test. Auch körpernahe Dienstleistungen sollen wieder unter 3G-Voraussetzungen zugelassen werden, hier sollte aber eine FFP2-Maske getragen werden. Wüst ergänzt: "Das absolute Verbot von Publikumsmessen werden wir aufheben."

Schritt zwei

In der Gastronomie gilt bisher "2G+", Geimpfte und Genesene brauchen einen zusätzlichen Test. "Ab dem 4. März gilt dort 3G", kündigt Wüst an. Das gilt für Restaurants, Kneipen, Bars, aber auch für Hotels. Diskotheken und Clubs können zu dem Zeitpunkt wieder mit 2G+ öffnen. "Gerade für junge Menschen bedeutet das einen großen Schritt in Richtung Freiheit", sagt der Ministerpräsident.

Ebenfalls ab dem 4. März wieder möglich: überregionale Großveranstaltungen "im größeren Ausmaß". Demnach gilt: In Innenräumen eine maximale Auslastung bis zu 60 Prozent der Höchstkapazität, aber nicht mehr als 6.000 Zuschauer. Im Freien dürfen 75 Prozent der Höchstkapazität ausgeschöpft, die Zahl von 25.000 Zuschauern aber nicht überschritten werden. NRW setzt damit 1:1 die Bund-Länder-Verabredungen vom Mittwoch um.

Schritt drei

Ab dem 19. März laufen - bis auf den "Basisschutz" - die Maßnahmen aus. Je nach Lage werde man die Öffnungen aber weiter überprüfen, kündigte der Ministerpräsident an. "In beide Richtungen", betont Wüst und ergänzt: "Mit der nächsten Corona-Welle ist zu rechnen." Es müsse weiter kräftig geimpft werden, damit im Herbst nicht erneut Corona-Regeln gelten. Wichtig seien nun trotz Lockerungen Solidarität und Achtsamkeit.


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