Noch kein Trinkwasser: Leitungen in Hohenhausen wieder in Betrieb

Kirsten Fuhrmann und Janet König

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Wasserrohr (© Symbolbild: Pixabay)

Kalletal-Hohenhausen. Komplett Hohenhausen hat am Mittwoch zeitweise ohne Wasser auskommen müssen. Grund dafür war eine defekte Pumpe im Brunnen, teilte der Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen mit. Um den Schaden zu beheben, musste die Wasserversorgung ab dem Vormittag für mehrere Stunden unterbrochen werden. Nach Angaben von Verbandsvorsteher Christian Brachvogel waren 890 angeschlossene Haushalte betroffen.

Abkochgebot bleibt bestehen

Gegen Nachmittag konnte die beschädigte Pumpe ausgetauscht und die Leitungen wieder in Betrieb genommen werden. Dennoch gilt: Das Wasser in der Leitung dürfe ohne Abkochen noch nicht als Trinkwasser genutzt werden, sagt Julia Brachvogel vom Wasserbeschaffungsverband. Zum Händewaschen sei es jedoch unbedenklich. Damit eine mögliche Gesundheitsgefahr ausgeschlossen werden kann, müsse nun das komplette Leitungsnetz durchgespült werden.

Deshalb seien in Hohenhausen derzeit viele offene Hydranten zu beobachten. Die Bevölkerung könne beim Durchspülen sogar aktiv mithelfen, indem Wasserhähne aufgedreht werden würden. Der Spülvorgang soll voraussichtlich noch bis zum Abend dauern.

- © Kirsten Fuhrmann
Technisches Hilfswerk (© Kirsten Fuhrmann)

Ursache für die defekte Pumpe soll ein Blitzeinschlag gewesen sein. Am Dienstagabend hatte es ein starkes Unwetter gegeben.

Das THW Lemgo rückte am Nachmittag vor dem Altenheim in der Nähe des Marktplatzes an, um eine Wasserstation für die Hohenhauser einzurichten. „Wenn der Wasserausfall wirklich so lange andauert, erleben wir das in Hohenhausen das erste Mal", stellte Anwohner Robert Hillerscheid fest, der das Treiben des THW beobachtete. Er selbst sei nicht auf das Wasser des Hilfswerkes angewiesen. „Ich habe zu Hause meine eigenen Kanister für den Notfall", sagte der Hohenhauser.

Ingo Hartmann (links) und Wolfgang Anton (rechts) vom Technischen Hilfswerk sowie Christian Brachvogel vom Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen stehen an der Leitung vor dem Altenheim, an der die Hohenhauser Trinkwasser zapfen können.  - © Kirsten Fuhrmann
Ingo Hartmann (links) und Wolfgang Anton (rechts) vom Technischen Hilfswerk sowie Christian Brachvogel vom Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen stehen an der Leitung vor dem Altenheim, an der die Hohenhauser Trinkwasser zapfen können.  (© Kirsten Fuhrmann)

Von 10 bis 20 Uhr steht an der Feuerwache Hohenhausen ein Tanklastwagen mit Brauchwasser bereit, das für die Toilettenspülung oder zum Händewaschen genutzt werden kann. Nach dem Abkochen sei das Wasser auch für den Verzehr geeignet.

Ergebnisse gibt es frühestens Freitag

Viele Hohenhauser hätten den Ausfall gar nicht bemerkt, da das Wasser aus den Hochbehältern für die meisten Haushalte gereicht hatte. Bis 19 Uhr sollten die Leitungen nun gechlort und desinfiziert werden. Bevor das Leitungswasser wieder zum Verzehr genutzt wird, müsse es abgekocht werden – bis das Gesundheitsamt Entwarnung gibt. Zum Duschen und Händewaschen sei das Abkochen selbstverständlich nicht erforderlich, so Julia Brachvogel. Wichtig sei zudem, die Leitungen durchzuspülen.

Das Gesundheitsamt will am Donnerstag eine Probe entnehmen. Mit Ergebnissen wird frühestens für Freitag gerechnet.

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