Das Kreativ-Institut OWL in Detmold feiert Richtfest

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Freuen sich über den Baufortschritt am Kreativ-Institut OWL: (von links) Guido Falkemeier, Dekan des Fachbereichs Medienproduktion, Professor Dr. Andreas Münzmay von der Universität Paderborn, der Detmolder Bürgermeister Frank Hilker, Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Jan Kronsbein von der Bezirksregierung Detmold, Hadjakos Aristotelis von der Hochschule für Musik Detmold und Annette Nothnagel, Leiterin der Regionale 2022. - © TH OWL
Freuen sich über den Baufortschritt am Kreativ-Institut OWL: (von links) Guido Falkemeier, Dekan des Fachbereichs Medienproduktion, Professor Dr. Andreas Münzmay von der Universität Paderborn, der Detmolder Bürgermeister Frank Hilker, Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Jan Kronsbein von der Bezirksregierung Detmold, Hadjakos Aristotelis von der Hochschule für Musik Detmold und Annette Nothnagel, Leiterin der Regionale 2022. (© TH OWL)

Detmold. Das Kreativ-Institut OWL an der Bielefelder Straße nimmt Formen an. Vertreter der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Paderborn haben gemeinsam mit den Förderern des Projektes sowie den am Bau beteiligten Unternehmen Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung des nach Pressemitteilung der TH OWL bundesweit einmaligen Kreativ-Instituts OWL ist für den Sommer 2023 geplant.

"Das Kreativ-Institut OWL wird ein Hotspot der Kultur- und Kreativwirtschaft in der gesamten Region", teilt die TH OWL weiter mit. "Auf mehr als 1000 Quadratmetern sollen dazu auf den Gebieten digitale Medienproduktion, Musik- und Film-Informatik sowie Digital Humanities geforscht werden. Zusätzlich bietet das offene Raumkonzept des Gebäudes im Erdgeschoss die Möglichkeit für kollaboratives Arbeiten und lädt zum Diskurs über die digitale Medienarbeit ein. Akteurinnen und Akteure aus der Wissenschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft sollen sich hier miteinander vernetzen und gemeinsam Projekte gestalten, die dann in neue, nachhaltige Geschäftsmodelle münden."

Impulse für alle gesellschaftlichen Bereiche

"Mit diesem Ansatz erhoffen wir uns auch neue Impulse und Lösungen für alle gesellschaftlichen Bereiche", wird Professor Dr. Guido Falkemeier, Dekan des Fachbereichs Medienproduktion an der TH OWL, zitiert, der das Projekt maßgeblich initiiert und vorangetrieben hat. "Denn durch die gemeinsame Arbeit von Wissenschaft und Wirtschaft können wissenschaftliche Erkenntnisse und Ideen immer wieder in marktgängige Produkte technologisch umgesetzt werden."

Die Herausforderung von Wissenschaft und Wirtschaft sei, dass sich gerade im Kreativ- und Medienbereich die Innovationsspirale immer schneller entwickle, Entwicklungszyklen für Produkte würden so immer kürzer. "Das Etablieren einer auf Nachhaltigkeit basierenden Wirtschaft ist daher das gemeinsame Ziel der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen und der Unternehmen", sagte Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL. Deshalb sei es entscheidend, die jeweiligen Kreativansätze im Kontext der mittelständischen Wirtschaft zu forcieren.

Dank an die beteiligten Firmen und Partner

Krahl bedankte sich bei den bauausführenden Firmen und der Hochschule für Musik Detmold, der Universität Paderborn sowie dem Fachbereich Medienproduktion der TH OWL für das innovative Konzept. "Ostwestfalen-Lippe kann so zu einem echten Schwerpunkt neuer wissenschaftlicher Ansätze werden, die schnell in der mittelständischen Wirtschaft umgesetzt werden", so Krahl weiter.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft sei für den Wirtschaftsstandort Deutschland von hoher Relevanz, so Professor Dr. René Fahr, Vizepräsident der Universität Paderborn. So habe ihre Bruttowertschöpfung im Jahr 2020 bei rund 94,6 Milliarden Euro gelegen, und sie habe 1,81 Millionen Menschen beschäftigt und damit sogar das Niveau des Maschinenbaus, der Finanzdienstleistungen oder der chemischen Industrie übertroffen, so Fahr weiter. Der Rektor der HfM Detmold, Professor Dr. Thomas Grosse, betonte die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Umsetzung.

Das Regionale-Projekt Kreativ-Institut OWL auf dem Kreativ Campus Detmold vereine - bundesweit einmalig - "kreativschöpferische Fähigkeiten verschiedener Disziplinen" und stelle hochwertige Infrastruktur zur Verfügung, die für Forschung, Transfer und wissenschaftsbasierten Dialog mit der Kreativwirtschaft genutzt werden soll.

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