Lemgoer Zeitreise nach Venedig

Anja Imig

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Kostümkünstler Horst Raack plaudert im Werserrenaissance Museum am 1. Juni unterhaltsam „aus dem Nähkästchen". - © Werserrenaissance Museum
Kostümkünstler Horst Raack plaudert im Werserrenaissance Museum am 1. Juni unterhaltsam „aus dem Nähkästchen". (© Werserrenaissance Museum)

Lemgo. Wie geht es eigentlich beim Karneval von Venedig zu? Und wie genau lässt sich die Atmosphäre beschreiben? Der Kostümkünstler Horst Raack plaudert unterhaltsam „aus dem Nähkästchen“, und zwar am Mittwoch, 1. Juni, ab 15 Uhr im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake. "Er und sein Ehemann Jochen Schlüter laden die Besucherinnen und Besucher zu einer Zeitreise zurück zu den Geschehnissen und Ereignissen ein, die die beiden nicht nur in Venedig erlebt haben. Freuen kann man sich auf interessante, spannende und lustige, aufregende und hintergründige Geschichten. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee und Gebäck kann man sich so in die Welt der Kostüme entführen lassen", schreibt das Museum in einer Pressemitteilung.

Rundgang inklusive

Selbstverständlich darf ein Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung „Ausgezeichnet. Prämierte venezianische Kostümkreationen aus OWL“ dabei nicht fehlen. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. (05261) 94500 oder per E-Mail: kasse@museum-schloss-brake.de

Zum Hintergrund der Sonderausstellung erklärt der Landesverband Lippe: Ausgesprochen bunt, kreativ und fantasievoll sind die prächtigen Ausstellungsstücke, die gezeigt werden überwiegend aus Stoff bestehen. „Ausgezeichnet! Prämierte venezianische Kostümkreationen aus OWL“ heißt der Titel der Ausstellung des aus Lippe stammenden Kostümkünstlers Horst Raack. Zu sehen sind thematisch unterschiedlich ausgerichtete Kostüme. Mal geht es um die Natur, mal um Shakespeare, um Porzellan oder auch um Tiere. Blumen, Rüschen, Spitzen, Schleifen, Fächer aus dem 18. Jahrhundert, Schirme und Masken dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Mit dabei ist beispielsweise ein türkisfarbenes Kostüm mit langem Mantel und weißen Kniestrümpfen. Pfauenfedern schmücken den Kopf und die Ärmel. Oder wie wäre es mit einem Huhn-Kostüm mit rosa-farbenem Schnabel, Eiern und einem Korb voller Küken?

Preisgekrönte Kostüme

„Die Kostüme sind allesamt in aufwändiger Handarbeit entstanden“, verrät Horst Raack, der eigentlich gelernter Goldschmied ist. Von 2009 bis 2021 hat er insgesamt sieben Mal beim internationalen Wettbewerb „La maschera più bella" des Karnevals von Venedig den ersten Preis für die besten Kostüme gewonnen. Bis heute ist er einer der erfolgreichsten Teilnehmer. „Uns hat das Thema auch kunst- und kulturhistorisch gereizt. Italien ist schließlich die Wiege der Renaissance. Und die Einflüsse sind auch hier bei uns deutlich sicht- und spürbar“, sagt Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes.

Damit die Besucher voll und ganz in diese faszinierende Welt eintauchen können, lädt im Museum übrigens eine Selfie-Station mit Gondel dazu ein, Fotos von sich vor dem Markusplatz zu machen. Mehr Infos unter www.museum-schloss-brake.de

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