Der „Mount Meyer“ in Leopoldshöhe bekommt eine Hangrutsche

Birgit Guhlke

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In der Grünanlage am Siekweg soll ein neuer Spiel- und Freizeitplatz für alle Generationen entstehen. - © Birgit Guhlke
In der Grünanlage am Siekweg soll ein neuer Spiel- und Freizeitplatz für alle Generationen entstehen. (© Birgit Guhlke)

Leopoldshöhe. Die öffentlichen Flächen im Ortsteil Leopoldshöhe der Gemeinde sollen aufgewertet werden. Das stößt nicht überall auf Gegenliebe, ist jetzt aber doch auf den Weg gebracht. Mit einer Ausnahme.

Es geht vor allem um zwei Bereiche. Zum einen um das Gebiet südlich der Grundschule Nord, zum anderen um den Grünzug am Siekweg, neben dem Friedhof. Während der Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses stellten Vertreterinnen des Landschaftsarchitekturbüros Peters + Winter vor, was dort passieren kann. Ausgehend von den Beratungen und Überlegungen aus dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) der Gemeinde.

Am Siekweg steht demnach die Aufwertung der Grünanlage als Aufenthaltsort für alle Generationen an. Wie berichtet, sollte dort bereits im vergangenen Jahr bei einem Ortstermin mit Anwohnern und weiteren Interessierten geklärt werden, was auf dem Hügel passieren und aufgebaut werden könnte.

Anwohner ärgern sich seit Jahren über Vandalismus und Lärm

Für Irritation sorgte, dass bei der Vorstellung des Konzepts auch noch die Spielplatzfläche Diesterweg im Plan stand. Vertreter aller Fraktionen wiesen darauf hin, dass es bereits eine politische Entscheidung darüber gegeben habe, am alten Standort Diesterweg keinen neuen Spielplatz aufzubauen, dafür einen Alternativstandort zu suchen. Wie mehrfach berichtet, hatten sich Anwohner immer wieder über Lärm, Müll und Vandalismus auf der von Hecken eingefassten Fläche beschwert. So auch während der aktuellen Ausschusssitzung. Deshalb soll diese Teilfläche an der Diesterwegstraße in der weiteren Planung keine Rolle mehr spielen, entschied der Ausschuss einstimmig.

Grünes Band in Leopoldshöhe

Am Schulzentrum selbst wird es auch um Angebote für alle Generationen gehen. Anlagen für jüngere und ältere Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Das reicht von einer Hangrutsche am sogenannten „Mount Meyer“ über Weiden-Tipis mit Sitzgelegenheiten als mögliches grünes Klassenzimmer auch für den Schulbetrieb bis hin zum wieder frei gelegten Stauteich mit Aussichtsfläche. Auch ein Fitnesspfad könnte dort entstehen – ergänzend zu dem Bildungscampus am Schulzentrum, wo es auf der Multifunktionsanlage an den Sportplätzen bereits ähnliche Angebot gibt. Alles zusammen genommen soll es wie ein grünes Band Orts- und Schulzentrum und auch das neue Quartier Brunsheide verbinden.

Die nächsten Schritte skizzierte Ausschussvorsitzender Thomas Jahn (SPD). Im Juni sollen die Pläne auf der Homepage vorgestellt werden, dann können die Bürger ihre Meinungen und Anregungen äußern. Ob es eine öffentliche Vorstellung gibt, hänge von der Coronalage ab. Im August soll der Beschluss zu den dann aktualisierten Plänen im Fachausschuss fallen.

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